Risiko für Radfahrer in Osnabrück Bürgerforum diskutiert über die Pagenstecherstraße

Radfahren in Osnabrück: Das Bürgerforum für die Stadtteile Eversburg und Hafen diskutierte über Risiken an der Pagenstecherstraße. Foto: Archiv/Holger JansingRadfahren in Osnabrück: Das Bürgerforum für die Stadtteile Eversburg und Hafen diskutierte über Risiken an der Pagenstecherstraße. Foto: Archiv/Holger Jansing

Osnabrück. Eine riskante Strecke für Radfahrer: Im Bürgerforum für die Stadtteile Eversburg und Hafen wiesen Anwohner auf eine besondere Gefahr auf der Pagenstecherstraße hin.

Anwohner Ingo Kramer berichtete: „Stadteinwärts muss auf der Pagenstecherstraße von der Klöcknerstraße bis zum Walkmühlenweg der Bürgersteig genutzt werden. Hier ist eine erhöhte Unfallgefahr, weil Autos von den Parkplätzen direkt auf den Gehweg fahren, weil sie nicht mit Radfahrern rechnen.“ 

Das findet auch der Fachbereich Städtebau: „Die Anregung ist berechtigt.“ Die heutige Führung sei vor 15 Jahren „auf erheblichen Druck der Anlieger“ gewählt worden, um Stellplätze zu erhalten. Darüber hinaus bezeichnet der Fachbereich Städtebau die Radwegeführung an der Pagenstecherstraße als „insgesamt sehr unbefriedigend“. Die Verwaltung werde für den Abschnitt zwischen der Klöcknerstraße und dem Walkmühlenweg anlässlich einer Verkehrsschau nach besseren Möglichkeiten suchen.

Darauf drängt auch Anwohnerin Alice Graschtat: „Es kommt ständig zu erheblichen Konflikten mit Fußgängern, die nicht wissen, dass Radfahrer dort fahren dürfen.“ Fahrradfahrer würden dort gelegentlich auch beschimpft. Sie schlug vor, zusätzliche Schilder aufzustellen, die darauf hinweisen, dass auch Radfahrer den Weg nutzen dürfen.

„Autofahrer rechnen dort nicht mit Radfahrern“, berichtete ein Anwohner. Radfahrer müssten oft bremschen oder ausweichen – in letzter Sekunde: „Die Leute sind dort wirklich schon umgefallen.“ Ingo Kramer schlug vor, an den Ausfahrten rote Haltelinien anzubringen oder einen Radweg einzurichten. Die Parkplätze entlang der Pagenstecherstraße würden „nicht unbedingt“ genutzt. Für den Fachbereich Städtebau ist eine „grundhafte Verbesserung nicht mit einfachen Mitten zu erreichen“. Es seien „adäquate Radverkehrsanlagen erforderlich“. 


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