Visionäre Kraft Künstlerinnen-Kollektiv Young Urban Performances wird ausgezeichnet

Der wandelnde Baum war eine der Performances mit denen das Künstlerkollektiv Young Urban Performances insbesondere Kinder und Jugendliche an das Kunsterleben heranführen. Foto: Archiv/Elvira PartonDer wandelnde Baum war eine der Performances mit denen das Künstlerkollektiv Young Urban Performances insbesondere Kinder und Jugendliche an das Kunsterleben heranführen. Foto: Archiv/Elvira Parton

Osnabrück. Der Kulturförderpreis der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers 2019 geht an das Osnabrücker Künstlerinnen-Kollektiv Young Urban Performances.

„Wir waren vollkommen überrascht, als wir hörten, dass wir einen Kulturpreis verliehen bekommen“, sagt Desirée Hieronimus. Sie ist Mitglied des Künstlerinnen-Kollektivs Young Urban Performances (YUP), das sich zum Ziel gesetzt hat, besonders jungen Vertretern der performativen Kunst ein Forum zu bieten. Seit 2017 veranstaltet die Gruppe Performance-Festivals im Haus der Jugend und der Kunsthalle Osnabrück, bei der sie eigene Arbeiten und Performance-Kunst von außerhalb vorstellt. Außerdem starten die Studentinnen gerne performative Aktionen während der Kulturnacht oder anderen öffentlichen Veranstaltungen. Für ihr Engagement werden sie in diesem Jahr mit dem Kulturförderpreis 2019 der Landeskirche Hannovers geehrt.

„Entscheidend für die Auszeichnung ist vor allem die visionäre Kraft Tabea Visses und YUP, deren kompromisslose Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten Realitäten und grundlegenden Fragestellungen des Lebens quer durch alle gesellschaftlichen Schichten und Altersgruppen geht“, heißt es in der Begründung der Jury. YUP überzeuge mit einem dialogischen Prinzip, das stets die Dekonstruktion starrer gesellschaftlicher Identitäten anstrebe.

Der mit 10.000 Euro dotierte Kulturpreis, der in diesem Jahr einem Verein in Heersum verliehen wird, sowie der mit 5000 Euro dotierte Kulturförderpreis werden seit 2010 alle drei Jahre an Akteure aus den Sparten Bildende Künste, Fotografie, Darstellende Künste, Literatur und Tanz vergeben. Bewerben kann man sich nicht für die Auszeichnung. Stattdessen gehen Empfehlungen von Scouts aus ganz Niedersachsen bei der Jury ein. Der Vorschlag aus Osnabrück, eingereicht von Landessuperintendentin Birgit Klostermeier, war einer von 37, aus denen die zehnköpfige Jury ihre Preisträger auswählte.


Offizieller Festakt zur Verleihung des Kulturförderpreises der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers 2019: 20. August, 18.30 Uhr in der St. Michaeliskirche Hildesheim.


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