Musik verbindet Singen unter freiem Himmel in Osnabrück mit "One World Sessions"

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Osnabrück. Gemeinsames Singen unter freiem Himmel, für jung und alt, keine Vorkenntnisse nötig. Dazu lädt das Team der "One World Sessions" der Lagerhalle ein. Der erste Termin fand nun im Schinkel statt.

"Singen mit dem ganzen Rudel", versprach die Einladung. Am Vormittag traf man sich am Heinz-Fitschen-Haus. Das Wetter sorgte dafür, dass sich die Gruppe dann doch in eine geschützte, überdachte Ecke an der Heiligenwegschule zurückzog. Dass gerade einmal vier Sängerinnen erschienen waren, lag wohl ebenfalls an der Witterung.

Mit den beiden musikalischen Leiterinnen Gülfidan Söylemez und Janina Meiners und Koordinatorin Laura Hartmann verfügte der Spontan-Chor dann immerhin über sieben Stimmen, unterstützt vom mitgebrachten E-Piano. 

Die Session begann mit gemeinsamen Einsing-Übungen: Schultern heben und seufzen. Mal ordentlich schmatzen. Zunge raus und wieder rein. Kleine Melodien, in Halbtonschritten immer höher. Die Anweisungen von Janina Meiners: für Nichteingeweihte wohl kryptisch anmutend, für Singende hilfreich. "Ein bisschen mehr wie eine Achterbahn!" 

Mitsängerin Heike passte die Tonart nicht so ganz in den Kram: "Ich singe eigentlich tiefer." Aber Gesangspädagoginnen kennen Lösungen für solche Probleme, außerdem das Vokabular, um sie den Menschen näherzubringen: Gülfidan Söylemez: "Sing das ruhig in der Kopfstimme." Und schon lief es. 

Erarbeitet wurde dann das Lied "Nach dieser Erde wäre da keine" von Gerd Kern nach einer Melodie von Don McLean – schön im Kanon. 

Die Macher der One World Sessions möchten verschiedene Menschen zusammenbringen. Der Anspruch spiegelte sich darin, dass eine Strophe auf Deutsch gesungen wurde, eine auf Türkisch und eine auf Spanisch. 

Türkische Muttersprachlerinnen waren zwar nicht dabei, aber Mitsängerin Sabine verfügt immerhin über Grundkenntnisse. Für die kommenden Termine hoffen die Organisatorinnen auf größeren Zuspruch. Laura Hartmann ist davon überzeugt: "Musik bringt Menschen zusammen. Egal, wo sie herkommen oder was sie sonst machen." 

Die weiteren Termine: 

Friedensgarten Osnabrück: An den Freitagen 14. Juni, 9. August, 6. September und 27. September, jeweils von 16 bis 17.30 Uhr.

Heinz-Fitschen-Haus: An den Samstagen 10. August, 7. September, 14. September, jeweils von 10.30 bis 12 Uhr.

Anmeldungen sind nicht erforderlich.


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