"Von der Krippe bis zum Rollatorfahrer" Osnabrücker Gemeinde St. Ansgar kooperiert mit "Komm-Akademie"

Hand in Hand arbeiten die Schüler der "Komm-Akademie", die Kindertagesstätte St. Ansgar und die Gemeinde St. Ansgar für das kommende Gemeindefest zusammen (von links): Anja Niemann, Sandra Brockmeyer, Annette Pohl, Werner Pohl, Rita Schlochtermeier, Vanesa Garcia, Cansu Yavuz und Kornelia Krüger. Foto: Franziska SpeckerHand in Hand arbeiten die Schüler der "Komm-Akademie", die Kindertagesstätte St. Ansgar und die Gemeinde St. Ansgar für das kommende Gemeindefest zusammen (von links): Anja Niemann, Sandra Brockmeyer, Annette Pohl, Werner Pohl, Rita Schlochtermeier, Vanesa Garcia, Cansu Yavuz und Kornelia Krüger. Foto: Franziska Specker

Osnabrück. "Jung und Alt - Hand in Hand" lautet das Motto des diesjährigen Gemeindefestes der Gemeinde St. Ansgar am Sonntag, 23. Juni. Mit dem Fokus auf ein generationsübergreifendes Programm kooperiert die Gemeinde erstmals nicht nur mit der Kindertagesstätte St. Ansgar, sondern auch mit der Komm-Akademie.

Ein gemeinsames Fest: Dafür arbeiten die Kindertagesstätte St. Ansgar und die Gemeinde alle zwei Jahre zusammen und koppeln ihr Sommerfest und ihr Gemeindefest. In diesem Jahr stößt noch ein weiterer Partner dazu: 20 Schüler der Osnabrücker "Komm-Akademie", die sich in überbetrieblichen Ausbildungen zu Veranstaltungskaufleuten befinden, organisieren das Rahmenprogramm und die Spiele der Veranstaltung. Es soll ein generationsübergreifendes Fest für "alle Gemeindemitglieder von der Krippe bis zum Rollatorfahrer" sein, erzählt Werner Pohl von der Gemeinde St. Ansgar. Deshalb seien zum einen die Großeltern der Kinder der Tagesstätte eingeladen. Zum anderen werden die Senioren der neuen Tagespflege "St. Elisabeth Pflege" in Nahne mit dem Basteln der Festdekoration in das Projekt einbezogen. 

Effektive Zusammenarbeit

Schon seit Ende Februar laufen die gemeinsamen Vorbereitungen, bei der alle drei Organisatoren in ständiger Absprache standen. "Es sind drei unterschiedliche Bereiche, aus denen wir kommen", erzählt Sandra Luttmer, Mitarbeiterin der Kindertagesstätte. Und Vanesa Garcia, Schülerin der "Komm-Akademie", stellt klar: "Es lief reibungslos ab. Alle waren sehr sympatisch und offen und sehr interessiert an dem, was wir tun". Denn die Gemeinde beteiligte sich zwar an der groben Organisation, habe den Schülern, die das Projekt im Rahmen ihrer Ausbildung organisieren, bei der Gestaltung des Festes aber freie Hand gelassen.

So wird in diesem Jahr ab 15 Uhr auf dem Kirchplatz in Nahne Kinderschminken und das Malen von Mandalas angeboten. Dabei sei ausdrücklich erwünscht, dass Senioren und Kinder miteinander malen, "um eine Verbindung zwischen beiden Generationen aufzubauen", wie es Vanesa Garcia beschreibt. Zudem werden eine Hüpfburg und ein "historischer Koffer" aufgestellt, durch den die Kinder einen Einblick in das Leben der älteren Generation erhalten. Es werde die Möglichkeit zum Fußballspielen geben und eine "Händewand", auf der die Älteren und die Kinder ihre Handabdrücke verewigen. Zusätzlich wird ein Livemusiker auftreten. Alle Stationen werden von Mitarbeitern der Kindertagesstätte begleitet und das Fest beginnt mit einem gemeinsamen Singen.

Beziehung zwischen den Generationen stärken

Die Schüler der "Komm-Akademie" ("Komm" steht für "Kommunikation, Medien und Management") hoffen auf ein lebendiges Fest und wünschen sich, dass der Bund zwischen Alt und Jung dadurch gestärkt und auch in der Zukunft außerhalb des Festes bestehen werde. "Wir hoffen, dass es ein Vorbild für andere Kindergärten, in der Tagespflege und der Altenpflege wird", erklärt Yannik Paus. Auch Sandra Luttmer freut sich über die Kooperation: "Das Thema 'Jung und Alt' passt bei uns sehr gut, weil wir die Großeltern der Kinder gerne mit einbeziehen". Die Kindertagesstätte hoffe zudem, durch das Miteinander die Gemeinde zu unterstützen. Diese wiederum hofft durch das Fest auf mehr Kontakt zur Tagespflege und vor allen Dingen auf den Abbau der Schulden, die durch den Umbau der St.-Ansgar-Kirche entstanden sind. Dies solle zum einen durch Spenden, aber auch durch die Einnahmen aus dem Essens- und Getränkeverkauf am Gemeindefest geschehen. Es werden Pommes und Bratwurst, Bier und andere Getränke verkauft, zudem verkauft die Kindertagesstätte Waffeln. In diesem Sinne wünscht sich Penelope Abaga, ebenfalls Schülerin der Akademie, für das Fest eine "frische, aufgelockerte Stimmung mit viel Kinderlachen, fröhlichen Senioren und natürlich herzhaftem Essen".


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN