Traumquintett Omer Avital gastiert mit seiner Band Qantar im Blue Note

Omer Avital (Mitte) und seine Band Qantar spielen Jazz mit arabischen und afrikanischen Untertönen im Blue Note. Foto: Blue Note/PROmer Avital (Mitte) und seine Band Qantar spielen Jazz mit arabischen und afrikanischen Untertönen im Blue Note. Foto: Blue Note/PR

Osnabrück. Enorme instrumentelle Virtuosität, Offenheit gegenüber stilistischen Einflüssen und Spaß auf der Bühne: Der in Israel geborene Musiker Omer Avital und seine Band Qantar begeistern Fans auf der ganzen Welt.

Sevilla, Madrid, Basel, Osnabrück, Shanghai: Es mutet schon ziemlich aufregend an, in welche Orte der israelische Musiker Omer Avital eingeladen wird, um dort mit seiner Band Qantar aufzutreten. Es muss diese besondere Mischung sein, die Jazzfans in aller Welt aus dem Häuschen geraten lässt, wenn Avital mit seiner Band live auftritt: Da ballt sich eine enorme instrumentelle Virtuosität, da wird eine Offenheit gegenüber vielfältigen stilistischen Einflüssen gepflegt, außerdem steckt der Spaß, den das Quintett auf der Bühne hat, unmittelbar an. Wenn man sieht, wie Avital nach einem mitreißenden Intro, das er mit seinem Kontrabass entwirft, aufschaut und ein glückliches Grinsen zeigt, wenn die Bläser in seiner Band das Zepter übernehmen und sich gegenseitig zu klanglichen Höhepunkten hochschaukeln, dann kann das Herz schon einmal höher schlagen.

Obwohl es sich bei der Musik um modernen, kontemporären Jazz handelt, so spürt man ständig Untertöne, die auf die Wurzeln der Musiker schließen lassen. Der Bandname Qantar gibt Aufschluss: „Es ist ein Gemisch aus ‚Quintett‘ und Worten, die auf östliche und arabische Klänge verweisen“, sagt der Musiker, der 1971 in der israelischen Stadt Giv’atajim geboren wurde. Nach seinem Wehrdienst zog er nach New York. Von der Gitarre wechselte er alsbald an den Bass und spielte in diversen Bands, die die amerikanische Metropole unsicher machten. Doch mit Qatar hat er vor drei Jahren sein „Traumquintett“ gefunden. Vieles deutet darauf hin, dass die Interaktion zwischen den Bandmitgliedern auf tiefer Intuition basiert. Nicht nur die ursprüngliche Heimat Israel haben sie gemeinsam. Alle fünf studierten an der Thelma Yellin High School of Arts. Und einige seiner Bandkollegen wie sein Tenorsaxophonist Alexander Levin waren so begeistert von Avitals Kompositionen, dass sie nach New York reisten, um ihn zu fragen, ob sie in der Band mitmachen könnten.

Wie es sich anhört, wenn Qantar flirrenden Jazz mit einer spannenden Prise nordafrikanischer Grooves und orientalischer Skalen verbinden, kann man am 5. Juni im Blue Note erleben.

Omer Avital und seine Band Qantar: Mittwoch, 5. Juni, 20 Uhr, Blue Note: Omer Avital & Qantar. VVK 22 Euro, AK 25 Euro, Studierende 12,50 Euro. Kartentelefon: 0541 - 600 650


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