Wohnen, Arbeiten, Leben Vortrag über außergewöhnliches Bauprojekt in Berlin

Architekt Tim Heide stellte im Felix-Nussbaum-Haus ein außergewöhnliches Bauprojekt vor, das im vergangenen Jahr in Berlin fertig gestellt wurde. Foto: Hermann PentermannArchitekt Tim Heide stellte im Felix-Nussbaum-Haus ein außergewöhnliches Bauprojekt vor, das im vergangenen Jahr in Berlin fertig gestellt wurde. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Wie verbinde ich auf wenig Raum Wohnen mit kreativen Tätigkeiten – und das zu erschwinglichen Preisen in Berlin-Kreuzberg? Während eines Baukulturgesprächs stellte Architekt Tim Heide im Felix-Nussbaum-Haus das „Integrative Bauprojekt am ehemaligen Blumengroßmarkt“ vor.

Wie schafft man auf einem hart umkämpften Wohnungsmarkt bezahlbaren Wohnraum und gleichzeitig Platz, um kreativ zu arbeiten? Mit dieser Frage beschäftigte sich ein Architektenteam, als es in Berlin-Kreuzberg ein Projekt startete, das im vergangenen Jahr unter dem sperrigen Namen „Integratives Bauprojekt am ehemaligen Blumengroßmarkt (IBeB)“ fertig gestellt wurde. Im ersten „Baukulturgespräch“ dieses Jahres, das vom neu gegründeten „Verein für Baukultur Osnabrück“ im Felix-Nussbaum-Haus veranstaltet wurde, beschrieb Tim Heide vom Architektenbüro Heide und von Beckerath ausführlich das außergewöhnliche Bauvorhaben.

Außergewöhnlich deshalb, weil es auf einem Areal entstand, das die Stadt Berlin den Bauherren relativ günstig überließ, weil die Politik das Konzept goutierte. Außergewöhnlich deshalb, weil Privatleute, die hier arbeiten und wohnen wollten, sowie eine „Selbstbaugenossenschaft“ in die gesamte Planung involviert wurden. Außergewöhnlich deshalb, weil die Architekten als Initiatoren, als Projektentwickler und während der Bauphase auch als Moderatoren und Koordinatoren auftraten.

Tim Heide beim Baukulturverein im Felix Nussbaum Haus. Foto: Hermann Pentermann


So entstand ein sehr verdichteter Baukomplex, in dem jetzt 270 Personen leben und arbeiten und in dem die Gemeinschaft großgeschrieben wird.

„Wir haben mit der Aufteilung, wer im Endeffekt welche Wohnung bekommt, bis zum Schluss gewartet. Außerdem konnten wir uns beispielsweise darauf einigen, lediglich einen gemeinsamen Fahrradkeller anzulegen, weil alle Eigentümer auf die Nutzung eines KFZs verzichten“, erklärte Heide in seinem Vortrag.


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