„Großartige Konzertreihe“ „Live im Grünen“ am Büdchen startet am Mittwoch

Veranstalteten die Reihe „Live im Grünen“: Büdchen-Wirt Michael Werner (links) und Timezone-Labelchef Holger Gechter. Am Mittwoch startet der Reigen mit Romy Conzen. Foto: Hermann PentermannVeranstalteten die Reihe „Live im Grünen“: Büdchen-Wirt Michael Werner (links) und Timezone-Labelchef Holger Gechter. Am Mittwoch startet der Reigen mit Romy Conzen. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Der Duft von frisch gemähten Rasen am Büdchen wird am 22. Mai dem Geruch von Bratwurst und Bier weichen, wenn die belgische Singer/Songwriterin Romy Conzen die Reihe „Live im Grünen“ eröffnet. Beim Ortstermin mit Büdchenbetreiber Michael Werner und Timezone Records-Chef Holger Gechter dominiert der Duft den Biergarten auf dem Westerberg, den Musiker und Kulturschaffende für eine der schönsten Open Air-Bühnen Osnabrücks halten.

Die Reihe „Live im Grünen“ findet in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Die Idee dazu hatte Büdchenbetreiber Michael Werner. „Ich hatte immer eine Affinität zu Live-Musik, aber keine Lust auf eine weitere Großveranstaltung, auf Coverbands oder die üblichen Verdächtigen“, sagt Werner. Also wandte sich der Wirt an die Label-Chefs Holger Gechter und Gerald Oppermann von Timezone Records.

Die nahmen die Vorlage auf. „Es liegt in unserem Interesse, unseren Bands eine Plattform zu geben“, sagt Gechter. Das Programm von „Live im Grünen“ ist zwar sehr vielfältig. 95 Prozent der Konzerte werden aber mit Bands und Künstlern aus dem Hause Timezone bestritten.

Zu ihnen gehören auch der Saxofonist Tommy Schneller und der Pianist Christian Rannenberg. „Wenn es nicht gerade schweinekalt ist, ist die Atmosphäre sehr gemütlich“, sagt Schneller. Er bemängelt zwar, dass das Publikum manchmal etwas lauter quatscht, was bei ruhigeren Nummern nerven kann, wie er sagt. „Aber Michael Werner ist auf Künstlerseite und hat seine Kundschaft gut im Griff.“

Auch Klaus Terbrack vom Verein Fokus, der mit dem „Sommer in der Stadt“ ebenfalls Kultur im Freien anbietet, schwärmt von „Live im Grünen“. „Es ist eine tolle Konzertreihe mit so vielen bemerkenswerten Angeboten sowie einem breiten, interessanten Spektrum - und das in einem wirklich superschönen Open-Air-Ambiente.“ Terbrack sagt, „Live im Grünen“ sei eine großartige Bereicherung des sommerlichen Kulturprogramms in Osnabrück. Eine Konkurrenz zu den Veranstaltungen von Fokus sieht er nicht. Es seien unterschiedliche Formate für unterschiedliche Zielgruppen. „Wir leben eine produktive Co-Existenz.“  Tommy Schneller stuft die Reihe als essentiell für Osnabrück ein: „Alles tut dieser Stadt gut was die Leute RTL et cetera abschalten lässt und sie vor die Tür treibt.“ Er lobt das Engagement von Michael Werner und Timezone, die „mindestens genau so verrückt sind wie die auftretenden Künstler“, wie er sagt. Schneller und Rannenberg treten am 12. Juni am Büdchen auf.


Die Umgebung des Büdchens bestimmt das Angebot der Konzerte. „Wir können hier Musik machen, aber keinen Krach“, sagt Michael Werner. Die direkte Nähe der Anwohner erlaubt es nicht, jeden Mittwoch vom 22. Mai bis zum 11. September und an sieben Sonntagen laute Rock-Konzerte zu veranstalten. Deswegen spielen alle Musiker mit akustischen Instrumenten.

Den Auftakt der Reihe, bei der insgesamt an 25 Tagen Musik gemacht wird, bestreitet die Belgierin Romy Conzen. Sie sei eigentlich eine „Rock-Lady“, wie Gechter sagt. Im vergangenen Jahr habe sie es aber geschafft, die Gespräche der Gäste am Büdchen verstummen zu lassen. „Sie hat eine große Präsenz, eine tolle Stimme und ist eine sehr gute Gitarristin“, sagt Gechter. Er weiß, dass es für Musiker nicht toll ist, vor einem Publikum zu spielen, das sich unterhalten, Bier trinken und essen will. „Aber sie haben die Chance vor einem großen Publikum zu spielen.“ Im Durchschnitt seien 300 Zuschauer vor Ort, wenn das Wetter mitspielt sogar 500.

Alle Infos zu der Reihe „Live im Grünen“ gibt es im Internet unter https://buedchen-os.de/live-im-gruenen. Der Eintritt für die Konzerte ist frei.



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