Für zukünftige Azubis Messe "Ausbildung 49" in Osnabrück lockt Tausende Besucher

Zu den Ausstellern bei der Messe "Ausbildung 49" in der Halle Gartlage gehört auch die Firma Amazone aus Hasbergen. Foto: Jörn MartensZu den Ausstellern bei der Messe "Ausbildung 49" in der Halle Gartlage gehört auch die Firma Amazone aus Hasbergen. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Ein Meer von Besuchern war schon am Freitagmorgen da: Mehr als 170 Aussteller aus der Region präsentieren sich und zahlreiche Berufsperspektiven vom 10. bis 11. Mai in der Halle Gartlage. Bei der Messe „Ausbildung 49“ dreht sich alles um die Berufsorientierung. Die Veranstalter rechnen damit, dass mehr als 10.000 Besucher das kostenlose Angebot wahrnehmen werden, um mit den Vertretern potentieller Arbeitgeber zusammenzukommen.

Schon auf dem großzügig angelegten Außenbereich wurden viele Berufszweige vorgestellt. Interessierte Schüler konnten hier selbst einiges ausprobieren. In den Hauptzelten tummelten sich die Jugendlichen an den Ständen der Unternehmen. Ein großer Vortragsbereich bot zusätzliche Informationen. „Insgesamt kann man sagen, dass die ,Ausbildung 49' dieses Jahr eine ganz andere Größenordnung angenommen hat“, freute sich Julia Fondalinski von der Projektleitung. „Man merkt, dass sich die Messe von Jahr zu Jahr mehr etabliert. Hier haben die Schüler unheimlich viele Möglichkeiten, einen Einblick in die Berufswelt zu bekommen. Für viele Schulen ist der Besuch ein fester Programmpunkt innerhalb der Berufsorientierung geworden.“

Foto: Jörn Martens


Mit einem bunten Rahmenprogramm aus Workshops und Vorträgen möchten die Aussteller Begeisterung für ihre Berufszweige wecken. Neben Informationen aus erster Hand umfassen die Angebote auch Tipps für das Bewerbungsgespräch, eine Elternberatung und Gewinnspiele. Reiner Möhle, Präsident der Handwerkskammer Osnabrück, betonte die Wichtigkeit der Messe: „Die Nachfrage ist riesig, und der Bedarf ist riesig. Diese Messe ist eines der Mosaiksteine, die bewirkt, dass wir trotz dieser Demografiesituation mehr Auszubildende bekommen.“ Möhle ist es wichtig, dass die Schulen auch auf die Berufschancen hinweisen, die eine Ausbildung bietet.

Thorsten Coch von der Hauptgeschäftsführung der Kreishandwerkerschaft ist von dem Angebot ebenfalls überzeugt: „Es sind großartige Berufe, die gelegentlich unterschätzt werden. Deswegen ist es gut, dass wir hier in die Offensive gehen und uns zeigen. Wir erleben immer mehr Aussagen wie ,Ich habe diesen Beruf gelernt, weil ich auf der Ausbildungsmesse war'“.

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Ute Tromp, Leiterin des Fachdienstes Bildung der Stadt Osnabrück, und José Rodrigues Freitas, Geschäftsführer der JF Messekonzept GmbH, wollen mit der Messe etwas für die Region tun, wie sie sagen: „Die Idee entstand, weil in Osnabrück eine Ausbildungsmesse fehlte, die es in anderen Städten aber gibt“, erklärte Freitas. Dazu wurden alle Akteure ins Boot geholt: Stadt, Landkreis, Handwerk, IHK und die Landesschulbehörde. Tromp verriet das Erfolgsrezept der Messe: „Wir wollten etwas machen, was den Übergang von Schule und Beruf erleichtert. Darum haben alle Akteure aus dem Organisationsteam mit dem Bereich Schule und Beruf zu tun und ihre Expertise eingebracht.“ Die „Ausbildung 49“ findet nun schon zum siebten Mal in Osnabrück statt.

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