"Europa humanitär - Seenotrettung jetzt!" Osnabrücker Aktion zur Seenotrettung im Mittelmeer

Die Fahnenaktion "Europa humanitär – Seenotrettung jetzt" des Aktionsbündnisses Seebrücke startet beim Forum am Dom. Foto: Michael GründelDie Fahnenaktion "Europa humanitär – Seenotrettung jetzt" des Aktionsbündnisses Seebrücke startet beim Forum am Dom. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Die Seebrücke Osnabrück hat eine mehrwöchige Fahnenaktion an öffentlichen Gebäuden gestartet. Diese soll auf Seenotrettungen im Mittelmeerraum aufmerksam machen und wendet sich im Zuge der anstehenden Europawahlen nicht nur an die Bundesregierung, sondern auch an die gesamte europäische Staatengemeinschaft.

Auf ihrem Weg nach Europa über den Mittelmeerraum kamen seit 2014 Schätzungen zufolge mehr als 18.000 Menschen ums Leben. Dies sei eine Folge des gänzlichen Versagens der europäischen Staaten in Bezug auf die Rettung von Flüchtlingen, sagte Gerrit Schulte, Ratsvorsitzender der Caritas und des Diözesanverbandes, nun bei der Vorstellung der Aktion. 

Diese hat das Bündnis "Seebrücke Osnabrück" im Vorfeld der Europawahlen gestartet, um für die Seenotrettung im Mittelmeer zu werben und verstärkt darauf aufmerksam zu machen. Über einen mehrwöchigen Zeitraum wird an wechselnden öffentlichen Standorten in Osnabrück ein Banner mit der Aufschrift „Europa humanitär – Seenotrettung jetzt!“ angebracht. Jede Woche soll das Banner an einer anderen Institution präsentiert werden, darunter bei der Caritas, der AWO, dem DGB, am Piesberger Gesellschaftshaus und bei terres des hommes. Bisher haben sich zehn Institutionen als Partner gefunden und die Zahl steigt weiter, sagte Schulte. Auch Privatpersonen können an der Aktion teilnehmen.

"Die Grenze Europas darf keine Grenze des Todes werden", erinnerte der Generalvikar im Bistum Osnabrück Theo Paul an die Stellungnahme der Deutschen Bischofskonferenz von 2018 und rief zu aktiver Mithilfe der Regierungen im Mittelmeerraum auf. Die Pflicht zur Rettung von Menschen in Seenot sei im Grundgesetz verankert und diese Pflicht müsse auch erfüllt werden.

Wer an der Fahnen-Aktion aktiv teilnehmen und einen Standort für das Banner anbieten möchte, kann sich bei der Seebrücke unter osnabrueck@seebruecke.org. melden.


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