Besser als im Bundestrend Arbeitslosenzahlen in der Region Osnabrück gehen weiter zurück

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt in der Region Osnabrück ist weiter positiv. Es gibt 6128 mehr Stellen als im April 2018. Foto: Sebastian Gollnow/dpaDie Situation auf dem Arbeitsmarkt in der Region Osnabrück ist weiter positiv. Es gibt 6128 mehr Stellen als im April 2018. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Sebastian Gollnow

Osnabrück. Die Arbeitslosenzahlen in Stadt und Landkreis Osnabrück sind weiter rückläufig. Im Agenturbezirk waren im April 11.919 Personen arbeitslos gemeldet, 1296 weniger als vor einem Jahr. Die Quote liegt bei genau vier Prozent und damit 0,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Die Region liege "ein Stück weit besser als im Bundestrend", wird Christiane Fern, Vorsitzende der Geschäftsführung der Osnabrücker Arbeitsagentur, in einer Pressemitteilung zitiert. Zwischen Stadt und Landkreis Osnabrück gibt es weiterhin große Unterschiede . So beträgt die Arbeitslosenquote im Landkreis nur noch 2,9 Prozent (0,3 Prozentpunkte unter Vorjahresniveau), in der Stadt liegt sie bei 6,4 Prozent (nach 7,3 Prozent im April 2018).

Neuer Beschäftigungsrekord

In Sachen Beschäftigung kann die Agentur einen neuen Rekord vermelden: Zum aktuellen Stichtag (30. September 2018) waren in Stadt und Landkreis exakt 226.264 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 5456 mehr als im Jahr zuvor – und damit so viele, wie bislang noch nie in der Region.

Auch die Entwicklung im Bereich der Grundsicherung (Hartz IV) ist erfreulich, wie die Arbeitsagentur mitteilt. 6986 Personen bezogen Arbeitslosengeld (ALG) II, 2783 im Landkreis und 4203 in der Stadt Osnabrück. Insgesamt sind das 137 weniger als im Vormonat und sogar 1087 weniger als im April 2018.

Handwerk garantiert positiven Trend

Für die Grundsicherung ist im Landkreis die "Maßarbeit" zuständig, in der Stadt das Jobcenter. "Unsere Region ist geprägt von einem starken Mittelstand und einer Vielzahl leistungsstarker Handwerksbetriebe", begründet "Maßarbeit"-Vorstand Siegfried Averhage in einer Pressemitteilung den positiven Trend. Die durchschnittliche Auftragsreichweite im Handwerk liege so hoch wie nie zuvor und über 80 Prozent der Betriebe seien zu 80 bis 100 Prozent ausgelastet.

Die Jugendarbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vorjahr von 3,3 auf 2,9 Prozent zurückgegangen. Insgesamt sind 1056 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Demgegenüber sind noch 2533 Ausbildungsplätze unbesetzt. Exakt 4175 Personen zählten im April zu der Gruppe der Langzeitarbeitslosen, ein Rückgang um 720 Männer und Frauen im Vorjahresvergleich. 


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