Mit dem Mofa aufs Glatteis 21. Osnabrücker Mofarennen: Toller Sport trotz schwerer Bedingungen

Hier war das Gras noch grün: Zum Start des Rennens auf der Nahner Waldbahn gab es bei griffigem Untergrund harte Positionskämpfe. Foto: Stefan GelhotHier war das Gras noch grün: Zum Start des Rennens auf der Nahner Waldbahn gab es bei griffigem Untergrund harte Positionskämpfe. Foto: Stefan Gelhot

Osnabrück. Die Bedingungen hätten einfacher sein können angesichts der beiden kleinen, aber kräftigen Regenschauer während des 21. Mofarennens auf der Nahner Waldbahn. Dennoch überwog die Zufriedenheit bei Teilnehmern und Veranstalter.

„Die Jungs – und auch die Mädels – sind so gut unterwegs auf ihren Mopeds: Kompliment, das hat einmal mehr richtig Spaß gemacht“, bilanzierte Dieter Glatzer nach 135 Minuten attraktiver Rennaction. Der Organisator und Rennleiter der veranstaltenden Auto- und Motorsportgemeinschaft (AMG) Osnabrück freute sich vor allem über den unfallfreien Verlauf des Events angesichts der komplizierten Umstände: Der Regen sorgte dafür, dass die 120 Starter beim Endurance-Rennen die Grasnarbe der Waldbahn relativ schnell abgefahren hatten – und der Lehmboden darunter verwandelte sich speziell in der oberen Schicht in eine extrem rutschige Fahrbahn. „Das war irgendwann fast wie Glatteis. Dazu waren die Fahrer sehr verschlammt und haben sicher das Doppelte an Gewicht im Vergleich zu sonst mit sich herumgefahren. Umso höher ist die Leistung der Jungs zu bewerten – und natürlich erst recht der Mädels.“

Mofarennen mit Frauenklasse

Denn im Vergleich zur letzten Auflage im vergangenen Spätsommer kam diesmal auch eine Frauenklasse zustande, in der mehrere junge Frauen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren in drei Teams gegeneinander antraten. Hier gewann Katharina Reithe (Team „Speedreithers“): Die Hövelhoferin setzte sich vor Sandra Peschke aus Erwitte und den Lokalmatadorinnen der „MSC Hävern Mädels“ durch, weil sie die kompletten zweieinviertel Stunden durchfuhr und 27 Runden auf dem etwa 2000 Meter langen Kurs schaffte. „Eine bemerkenswerte Leistung“, sagte Glatzer.

Die Gesamtsieger des Mofarennens kamen mit der Startnummer 333 auf insgesamt 57 Runden: Es war das Team „Zündapps letzte Rache“ um Rainer Dreier und Patrick Lobbenmeyer aus Paderborn. Als bestes Duo aus der Region landeten Justus Teich (Osnabrück) und Nils Rottmann (Hagen a.T.W.) unter dem Teamnamen „JN Racing“ auf Platz 18. „Justus hatte Heimvorteil, er wohnt direkt neben der Waldbahn“, freute sich Glatzer über das gute Abschneiden der Lokalmatadoren. (Mofarennen 2018: Die besten Bilder in der Galerie)

Teilnehmer mit Event zufrieden

Die AMG erhielt auch bei der 21. Auflage der Veranstaltung viel Lob von den Teilnehmern. „Sie mögen unsere Strecke, nicht nur weil wir das Plus mit der Grasbahn haben. Wir versuchen auch immer, flüssig aufzustecken, damit alle auch mal Vollgas geben können“, erklärt Glatzer das Erfolgsgeheimnis seiner Streckenführung.

Zufrieden war man bei der AMG auch mit dem Trial am Folgetag: Die Geschicklichkeitsprüfungen auf den Maschinen, bei der die Fahrer in verschiedenen Sektionen Hindernisse wie Baumstämme oder Felsen überqueren beziehungsweise durchfahren mussten, ohne dass der Fahrer sich mit den Füßen am Boden abstützt oder den Motor abwürgt, war mit 40 Startern ebenfalls gut besucht. „Für Anfänger und für die sogenannten Experten – da war für jeden etwas dabei“, so Glatzer.


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