Rosen-Gruppe fördert KI-Campus Künstliche Intelligenz: Uni Osnabrück wirbt Professur ein

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Osnabrück. Die Universität Osnabrück baut ihren Campus für Künstliche Intelligenz (KI) aus. Mit finanzieller Unterstützung des Lingener Technologiekonzerns Rosen-Gruppe wird eine Professur für "Semantische Informationssysteme" geschaffen. Sie soll helfen, große Datenmengen für den Menschen besser nutzbar zu machen.

Die auf fünf Jahre angelegte Stiftungsprofessur hat nach Angaben der Uni Osnabrück einen Wert von 1,25 Millionen Euro. Angesiedelt wird sie am Institut für Informatik, das als tragende Säule des KI-Campus gilt. Laut Ausschreibung handelt es sich um eine sogenannte W3-Professur mit einem monatlichen Grundgehalt von 6.229,12 Euro. Gesucht wird eine "international ausgewiesene Persönlichkeit". Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 19. Mai.

Innovationsschub erwartet

Mit der zusätzlichen Professorenstelle sei die Uni in der Lage, "wichtige Beiträge im Bereich Künstliche Intelligenz" zu leisten, wird Präsident Wolfgang Lücke in einer Mitteilung zitiert. Gleichzeitig werde der "Nachwuchs für die digitale Zukunft" ausgebildet.

Für die Eigentümerfamilie der Rosen-Gruppe erklärte Patrik Rosen: "Künstliche Intelligenz wird uns in den kommenden Jahren einen enormen Innovationsschub ermöglichen. Es freut uns sehr, dass wir die Universität Osnabrück beim Ausbau des KI-Campus unterstützen können." Damit setze sich auch die bereits seit Ende der Neunziger währende, erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Uni und dem emsländischen Technologiekonzern fort. 

Computer analysieren Daten

Die 1981 in Lingen gegründete Rosen-Gruppe ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Mess- und Inspektionsgeräten für Pipelines. Weltweit beschäftigt das im schweizerischen Stans ansässige Unternehmen 3300 Mitarbeiter. Mehr als 500 davon sind allein in Lingen dafür zuständig, Computerprogramme zu schreiben, die Messdaten im großen Stil analysieren können.

Die Universität Osnabrück erhält von der Rosen-Gruppe eine Stiftungsprofessur für Semantische Informationssysteme. Den entsprechenden Vertrag unterzeichneten (von links) Patrik Rosen und Universitätspräsident Wolfgang Lücke. Im Hintergrund die Professoren Nils Aschenbruck, Tim Römer und Joachim Hertzberg. Foto: Universität Osnabrück/Elena Scholz



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