7500 Kilometer in 16 Tagen Osnabrücker fahren für den guten Zweck bis zum Nordkap

7500 Kilometer in 16 Tagen rund um die Ostsee: Das haben sich (von links) die Osnabrücker Michael Kampers und Kathrin Dwerlkotte sowie Jörne Koldehoff und Catharina Hüsers vorgenommen. Foto: Dwerlkotte7500 Kilometer in 16 Tagen rund um die Ostsee: Das haben sich (von links) die Osnabrücker Michael Kampers und Kathrin Dwerlkotte sowie Jörne Koldehoff und Catharina Hüsers vorgenommen. Foto: Dwerlkotte
Dwerlkotte

Osnabrück. Es geht um das ganz große Abenteuer und um den guten Zweck. Wenn die Osnabrücker Kathrin Dwerlkotte und Michael Kampers am 15. Juni mit ihrem mehr als 20 Jahre alten Volvo ohne Navigationssystem und fernab der Autobahnen zum Nordkap aufbrechen, dann wollen sie nicht nur 7500 Kilometer zurücklegen und zehn Länder durchqueren, dann wollen sie vor allem auch die Menschen in den wenig besiedelten Flecken dieser Erde kennenlernen.

Vielleicht liegt es daran, dass die 38-Jährige vor ihrer aktuellen Beschäftigung bei der Arbeitsagentur Osnabrück schon einmal in einem Robinson Club gearbeitet hat, dass sie von Pauschalreisen und All-Inclusive-Hotels gar nichts mehr hält. In den vergangenen Jahren zog es Dwerlkotte und die anderen drei, die als Team "Volvgang" am sogenannten "Baltic Sea Circle" teilnehmen, bereits als "Backpacker" in die entlegenen Orte dieser Welt, um Reisen mit möglichst großem Abenteuer-Faktor zu erleben. Das größte Abenteuer steht ihnen nun aber unmittelbar bevor. 

Über holprige Straßen zum Zipfel des Kontinents

Bei der Rallye über holprige Straßen zum nördlichsten Zipfel des Kontinents werden sie vom 15. bis zum 30. Juni rund 7500 Kilometer zurücklegen. Ob ihr "Volvo 940" diese Belastung durchsteht, bleibt ungewiss.  Dwerlkotte sagt: 

"Die größte Herausforderung ist, nach dem Start am 15. Juni in Hamburg über Stockholm und die Lofoten bis zum Nordkap, am 30. Juni auch wieder in Hamburg anzukommen."

Schnell schiebt sie hinterher: "Doch Michi ist Maschinenbauingenieur. Wenn an dem Auto mal ist, dann wird er das schon reparieren". Zudem gehe es darum, bei der Reise durch Skandinavien, den Polarkreis, Russland, die Baltischen Staaten, Polen und Deutschland, auch möglichst viel von der heimischen Kultur an den Orten kennenzulernen, die touristisch bislang noch nicht erschlossen sind. Dabei werden Dwerlkotte und Kampfer überwiegend im Auto schlafen oder auch auf Campingplätzen zelten. "Wir wollen uns einfach dieser Abenteuerlust stellen und dabei Gutes tun", stellt Dwerlkotte heraus. Dafür mussten sie im Vorfeld bereits einen internationalen Führerschein und ein Visum erwerben, um auf dem Rückweg voraussichtlich vier Tage und Tausende Kilometer auch durch Russland fahren zu dürfen.

10.000 Euro für wohltätige Zwecke

Neben Michael Kampers, der in einem Wagen mit ihr im Team "Volvgang II" fährt, sind im Team "Volvgang I" die Papenburger Catharina Hüsers und Jörne Koldehoff ebenfalls in einem eigenen, mehr als 20 Jahre alten Volvo dabei. Die befreundeten Pärchen hatten nicht nur Lust auf ein außergewöhnliches Abenteuer, sie wollten dabei auch etwas Gutes tun und insgesamt 10.000 Euro für drei wohltätige Projekte einwerben. Einerseits wollen sie davon den Verein Apeca beim Bau einer Schule in Burkina Faso und andererseits die Osnabrücker Kindertafel sowie den Verein "Helpful Kinderhospiz" in Papenburg unterstützen. 

(Weitere Informationen zum Team "Volvgang" gibt es auf dieser Webseite)

3320 Euro haben sie im Vorfeld der Rallye bereits über Spenden eingeworben und 3700 Euro sind laut Dwerlkotte bereits über Sponsoring hinzugekommen. So haben sie Werbeflächen auf ihrem Auto verkauft. Eine Aufschrift auf einer Seitentür war einem Sponsor beispielsweise 1500 Euro wert. Allerdings werden auch weitere Flächen wie etwa auf der Motorhaube oder der Heckscheibe für das Sponsoring genutzt. Weitere 3000 Euro wollen Dwerlkotte und ihre Mitstreiter nun noch bis Ende Juni zusammen bekommen. 

Freiwillige CO2-Abgabe geplant

Und weil sie sich bewusst sind, wie viel Abgase sie auf ihrer Rallye mit ihren Autos ausstoßen, hat sich das Quartett auch dafür schon eine Lösung überlegt. "Nach der Rallye werden wir für den CO2-Ausgleich Geld an Vereine spenden, die Bäume pflanzen. Das ist dann unsere freiwillige CO2-Abgabe", verspricht Dwerlkotte.  

Wer die Reise der Osnabrücker ab dem 15. Juni verfolgen möchte, kann dies auf ihrem Blog: https://www.volvgang.de/blog/


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