Die Kasel aus dem Grab? Bennos Priestergewand - Kurzvortrag im Diözesanmuseum Osnabrück

Von pm

Das kostbaren Priestergewand Bischof Bennos. Foto: Andreas ReinartzDas kostbaren Priestergewand Bischof Bennos. Foto: Andreas Reinartz

Osnabrück. Die Benno-Kasel - also Bennos Priestergewand - ist nicht nur die herausragende Textilie des Diözesanmuseums Osnabrück, sondern Gegenstand einer bewegten Geschichte und vieler Legenden. Über die Geschichte der Textilie spricht Museumsdirektor Hermann Queckenstedt am Donnerstag, 2. Mai.

Zu den Geschichten und Legenden gehört auch die Überlieferung, dass der Osnabrücker Bischof und Iburger Klostergründer Benno II. 1088 in diesem angeblichen Geschenk Kaiser Heinrichs IV. beigesetzt wurde und das kostbare byzantinisch Seidengewebe erst bei der Graböffnung am Allerseelentag 1408 wieder ans Tageslicht gekommen sei. 

Zu Gedenkgottesdiensten getragen

Bis 1888 wurde das Gewand alljährlich beim Gedenkgottesdienst am Todestag Bennos (27. Juli) vom Zelebranten in der Klosterkirche getragen. Nur 30 Jahre später hatte sich ihre Bedeutung so stark gewandelt, dass sie zur Gründungsausstattung des Diözesanmuseums gehörte. Am Ende des Zweiten Weltkriegs nach Iburg ausgelagert, soll sie dort erneut in Bennos Totenmesse getragen worden sein. 

Kunst in Kürze

Im Rahmen der Reihe „Kunst in Kürze“ geht Hermann Queckenstedt im Diözesanmuseum am Donnerstag, 2. Mai, um 18 Uhr auf die Geschichte der Textilie ein. Die Teilnahme ist kostenlos.


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