Musik- und Zeitgeschichte rund um den Markt Stadt präsentiert sich beim Deutschen Musikfest mit 360-Grad-Konzert

Machen die audiovisuelle Zeitreise gemeinsam möglich: (von links) David Quitmann (Projektbüro), Beate Jakobs (Sponsor), Stadtrat Wolfgang Beckermann, Marco Stümpel (Licht), Anke Bramlage (Idee), Fachbereichsleiterin Patricia Mersinger, Stephan Rodefeld (künstlerische Leitung) und Daniel Wicht (Musik). Foto: Jörn MartensMachen die audiovisuelle Zeitreise gemeinsam möglich: (von links) David Quitmann (Projektbüro), Beate Jakobs (Sponsor), Stadtrat Wolfgang Beckermann, Marco Stümpel (Licht), Anke Bramlage (Idee), Fachbereichsleiterin Patricia Mersinger, Stephan Rodefeld (künstlerische Leitung) und Daniel Wicht (Musik). Foto: Jörn Martens
Jörn Martens

Osnabrück. Beim Deutschen Musikfest 2019 in Osnabrück wird ein 360-Grad-Konzert die Geschichte der Blasmusik audiovisuell mit der Geschichte der Stadt verknüpfen.

Auf der einen Seite des Osnabrücker Marktes erklingen Didgeridoos, auf der anderen antworten Flöten auf deren Grundtöne. Dann bevölkern Alphornbläser die von der Maiwoche übriggebliebene Bühne, während der Platz um sie herum mit modernster Lichttechnik in eine Berglandschaft verwandelt wird: Ein besonderes Erlebnis für Auge und Ohr verspricht das 360-Grad-Konzert rund um das historische Herz der Stadt. Im Rahmen des „Osnabrücker Fensters“, das während des Deutschen Musikfestes am Himmelfahrtswochenende vom 30. Mai bis 2. Juni die Vielfalt der hiesigen Kulturschaffenden zeigt, wird es rund 70 Minuten lang Zeit- und Musikgeschichte audiovisuell miteinander verflechten. Die Laser werden dabei nicht vornehmlich für Spezialeffekte eingesetzt, sondern „als Instrument“ für eine „anmutende Darbietung“: Darauf legt Marco Stümpel von der Firma Lightline Wert, der den gesamten Platz in verschiedene farbliche Grundstimmungen tauchen wird. In neun Sequenzen wird die Geschichte der Blasmusik mit der Geschichte der Stadt verknüpft, nicht nur in Form der Fanfaren des Westfälischen Friedens. 

Jede Ecke wird bespielt

Die Idee, die Friedensstadt an ihrem zentralen Ort mit einem klingenden historischen Rundumschlag beim Deutschen Musikfest zu präsentieren, umtreibt Anke Bramlage vom Projektbüro Kultur schon „seit einigen Jahren“. Nicht zuletzt dank der 25.000 Euro starken finanziellen Unterstützung durch die Volksbank wird sie am Freitag, 31. Mai, mit Einbruch der Dämmerung gegen 21.30 Uhr Wirklichkeit. Optisch und akustisch rundherum bespielt werden sämtliche historischen, als Projektionsfläche genutzten Gebäude und Ecken des Marktes. Als musikalische Grundstruktur für die Zeitreise und das ineinandergreifende Zusammenspiel der verschiedenen Bläser und Bläserensembles unter der Leitung von Heiko Maschmann und Daniel Wicht dient ein eigens vorproduzierter „Klangpfad“. 

Bläser und Laser

Eine „Avantgardeveranstaltung für Massen“ soll das 360-Grad-Konzert nicht werden, sondern „auch unterhalten“ - und zwar „auf jeder Ebene historisch korrekt“, verspricht Stephan Rodefeld, der das akustische Gerüst gebaut und auch die künstlerische Gesamtleitung übernommen hat. Zur vielfältigen, rundum publikumsfreundlichen Unterhaltung trägt sicher auch der Umstand bei, dass die Blasmusik in allen Bevölkerungsschichten „tief verankert“ ist - „von Dicke-Backen-Kapelle bis Klassikkonzert“, wie Rodefeld die besondere Bandbreite beschreibt. Sie in Kombination mit der Stadtgeschichte am zentralen historischen Ort auch buchstäblich zu beleuchten, hält nicht nur Stadtrat Wolfgang Beckermann für eine „geniale Idee“.


360-Grad-Konzert

Kurz zusammengefasst:
Bläser und Bläserensembles unter der Leitung von Heiko Maschmann und Daniel Wicht. 31. Mai, Beginn gegen 21:30 auf dem Marktplatz Osnabrück

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