Vordemberge-Gildewart soll lebendig bleiben Stiftung „kunst.konkret.konstruktiv" nimmt Arbeit auf

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Der neue Vorstand und der Stiftungsrat der Stiftung "kunst.konkret.konstruktiv – vordemberge-gildewart".  Foto: Michael GründelDer neue Vorstand und der Stiftungsrat der Stiftung "kunst.konkret.konstruktiv – vordemberge-gildewart". Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Die im November unter dem Dach der Bürgerstiftung Osnabrück gegründete Treuhandstiftung „kunst.konkret.konstruktiv – vordemberge-gildewart“ nimmt nun ihre Arbeit auf. Gestern fand im Rathaus die konstituierende Sitzung des Stiftungsrats statt.

Die Stiftung soll dafür sorgen, dass die Kunst des 1899 in Osnabrück geborenen Künstlers Friedrich Vordemberge-Gildewart künftig einen angemessenen Platz im Kulturleben findet. Denn „Vordemberge-Gildewart gehört zu den größten Söhnen der Stadt“, sagte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, der zum stellvertretenden Vorsitzenden des Stiftungsrates gewählt wurde. Gildewart müsse bekannter gemacht werden, nicht nur hier in Osnabrück, sondern auch über die Stadtgrenzen hinaus.

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Die Stiftung will dabei aber nicht nur „einen längst verstorbenen Künstler betrachten“, sondern sich seiner Kunstrichtung, die vor 100 Jahren erstrahlte, widmen. Denn sie hat „auch heute noch eine ganz besondere Bedeutung“, sagte Ulrich Ruf, Vorsitzender des Stiftungsrates.

Mentoren gesucht

Genügend Ideen für Projekt haben die Stiftungsmitglieder laut dem neuen Vorstandsvorsitzenden Siegried Hoffmann bereits. Konkrete Pläne müssten aber erst noch entwickelt werden. Da die Stiftung aus bürgerschaftlichem Engagement entstanden ist, soll auch diese Entwicklung von Bürgern und Kunstinteressierten begleitet werden. Für Aktivitäten in Bereichen wie beispielsweise Spiel, Bühne und Tanz, Architektur oder Literatur sowie Wissenschaft und Forschung werden Mentoren gesucht. „Wir suchen Menschen, die für diese Themen brennen und bereit sind, ihre Interessen und Sichtweisen auf unsere Stiftungszwecke auszudehnen“, sagte Hoffmann.

Finanziert werden die Projekte zunächst aus den Erträgen aus dem Stiftungsvermögen, wie Griesert erläuterte. Allerdings reiche das alleine nicht aus. „Wir brauchen auch Zuwendungen, um alles auf die Beine stellen zu können“, so der Bürgermeister.

Der neue Vorstand: Siegfried Hoffmann, Wilhelm Rethmann, Ingrid Clausmeyer und Friedrich Petersmann (v.l.). Foto: Michael Gründel


Während der Sitzung wurden neben Hoffmann auch Friedrich H. Petersmann, Ingrid Clausmeyer und Wilhelm Rethmann in den Vorstand gewählt. Weiteres Mitglied im Stiftungsrat ist laut Satzung der Vorsitzende der Sievert-Stiftung für Wissenschaft und Kultur, Hans-Wolf Sievert. Vom Vorstand der Bürgerstiftung berufene Mitglieder sind Elk Franke, Christa Loges und Wilfried Stagge. Darüberhinaus wurde gestern beschlossen, den Stiftungsrat um weitere vier Personen zu ergänzen: Andreas Brenne (Universität Osnabrück), Susanne Düchting (Hochschule Osnabrück), Klaus Lang (V-G-Initiative) und Stefan Lüddemann (Neue Osnabrücker Zeitung).


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