"Mega-Jahrmarkt" im Herbst? Positives Fazit nach Osnabrücker Frühlingsjahrmarkt 2019

Die wilde Osnabrücker Jahrmarktfahrt ist (vorerst) vorbei. Für die Herbstausgabe schmiedet der Veranstalter bereits einen ambitionierten Plan. Foto: Michael GründelDie wilde Osnabrücker Jahrmarktfahrt ist (vorerst) vorbei. Für die Herbstausgabe schmiedet der Veranstalter bereits einen ambitionierten Plan. Foto: Michael Gründel 

Osnabrück. "Finalee! Letzte Runde..." schallte es am Sonntagabend über den Vorplatz der Halle Gartlage. Der Frühlingsjahrmarkt ging nach über einer Woche Spektakel zu Ende. Veranstalter Bernhard Kracke zeigte sich "gut zufrieden".

Die Besucherzahlen ragten zwar nicht wie das 60 Meter hohe Kettenkarussell gen Himmel, stimmten die Veranstalter aber in Anbetracht des teils dürftigen Wetters zufrieden: "Das erste Wochenende war schon sehr stark, da haben wir bereits gut angefangen", freute sich Bernhard Kracke junior, erster Vorsitzender des Schaustellerverbandes Weser-Ems. Insgesamt um die 200.000 Rummelbegeisterte habe die Frühlingsausgabe des Jahrmarktes angelockt. Die eigentlich anvisierten 250.000 Besucher habe man zwar wetterbedingt verfehlt, Krackes Optimismus schmälerte das aber nicht: "Der Jahrmarkt ist auf dem Vormarsch", lautet sein Fazit.

Familienangebote zahlen sich aus

Organisator Kracke freute sich vor allem über die hohe Nachfrage nach den Sonderangeboten für Familien. Am Mittwoch, dem "Familienspartag", hatten sie 50 Prozent Rabatt an allen Karussells und 20 Prozent auf Speisen, Getränke und Spiele erhalten. Das sei für die Anbieter ein durchaus risikoreicher Bonus, denn er zahle sich nur aus, wenn genügend Familien darauf anspringen. Das Konzept sei aber aufgegangen: "Der Familientag war noch nie so viel."

Trotz regnerischer Tage schlenderten viele Familien über den Rummel an der Halle Gartlage. Foto: Michael Gründel

"Mega-Jahrmarkt" im Herbst?  

Insgesamt 140 Stände und Fahrgeschäfte, davon allein 15 Großanlagen, füllten die diesjährige Rummelkulisse. Eine gute Mischung aus "Tradition und Moderne" sei dabei das Credo der Veranstalter gewesen, um die Jahrmarktgänger zu begeistern. Die Betreiber der Buden und Fahrgeschäfte seien jedenfalls zufrieden mit Besucherzahl und Umsatz, so Kracke. Gerade bei den großen Fahrgeschäften sei das wichtig, da die Eigentümer jedes Mal vor aufwendigen Transporten sowie Auf- und Abbauarbeiten stünden. 

Die positive Resonanz der Besucher könnte nun etwas ins Rollen bringen. Ungewöhnlich viele Schausteller hätten nämlich bei Kracke bereits Interesse an der Herbstausgabe bekundet. Diese sei in der Regel noch einmal besser besucht als die Frühlingsvariante. Und der Schausteller-Chef möchte die Euphorie gerne nutzen: "Vielleicht können wir nach Gesprächen mit der Stadt im Herbst einen Mega-Jahrmarkt machen, mit so vielen Karussells wie noch nie."


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