Für Arbeiten zur Digitalisierung OLB-Wissenschaftspreis 2018 geht an zwei Osnabrückerinnen

Wissenschaftliche Nachwuchstalente aus Osnabrück: Das Bild zeigt (von links) Karin Katerbau, Vorstandsvorsitzende der OLB-Stiftung, die beiden Osnabrücker Preisträgerinnen Tami Lang und Christina Niemöller sowie den Jury-Vorsitzenden Jürgen Mittelstraß bei der Verleihung des OLB-Wissenschaftspreises 2018 in Oldenburg. Foto: OLB/Markus HibbelerWissenschaftliche Nachwuchstalente aus Osnabrück: Das Bild zeigt (von links) Karin Katerbau, Vorstandsvorsitzende der OLB-Stiftung, die beiden Osnabrücker Preisträgerinnen Tami Lang und Christina Niemöller sowie den Jury-Vorsitzenden Jürgen Mittelstraß bei der Verleihung des OLB-Wissenschaftspreises 2018 in Oldenburg. Foto: OLB/Markus Hibbeler

Osnabrück. Für ihre Arbeiten zur Digitalisierung sind zwei Absolventinnen der Universität Osnabrück mit dem Wissenschaftspreis 2018 der OLB-Stiftung geehrt worden. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und gilt als lukrativste ihrer Art im Nordwesten.

Nach Angaben der Uni Osnabrück erhielt die Wirtschaftinformatikerin Christina Niemöller den OLB-Preis für ihre Doktorarbeit. Die Kognitionswissenschaftlerin Tami Lang wurde für ihre Bachelorarbeit prämiert. 

Was ist die OLB-Stiftung?

Die OLB-Stiftung wurde 1994 anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Oldenburgischen Landesbank (OLB) gegründet. Zweck der OLB-Stiftung ist die Förderung von Kultur, Wissenschaft und Umweltschutz in der Region. Im Mittelpunkt der Stiftungsarbeit stehen Projekte, bei denen die Stärken des OLB-Geschäftsgebietes hervorgehoben werden und mit denen die Entwicklung des Nordwestens neue Ideen und Impulse erhält.

Innovativer Blick durch die Computerbrille

Niemöller ging bei ihrer Promotion der Frage nach, wie neue mobile Technologien – beispielsweise Smartphones oder Computerbrillen – bei der Durchführung von Dienstleistungen unterstützen können. Hierbei konzipierte sie jeweils Prototypen für die Bereiche Maschinen- und Anlagenbau, Logistik und Gesundheitswesen. Heute ist die Preisträgerin bei dem Osnabrücker Software-Unternehmen Salt and Pepper tätig. Mit der Universität Osnabrück arbeitet sie weiter eng zusammen, unter anderem auf dem Gebiet der virtuellen Realität. 

Was Instagram mit unserem Ich macht

Absolventin Lang, 1995 geboren in Osterholz-Scharmbeck, befasste sich in ihrer ausgezeichneten Bachelorarbeit mit dem Thema Identität im Digitalen Zeitalter. Dabei erforschte sie, wie Nutzer sich auf der Fotoplattform Instagram präsentieren, welche Auswirkung diese Selbstdarstellung im Internet auf die Herausbildung einer personalen Identität hat und welche Folgen die Nutzung des Online-Netzwerks auf das Wohlergehen des "Offline-Selbst" haben könnte. 

Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

Die diesjährigen Wissenschaftspreise der OLB-Stiftung wurden Anfang April in Oldenburg an insgesamt acht Nachwuchstalente von Universitäten und Hochschulen aus Nordwestdeutschland vergeben. Stiftungsvorsitzende Karin Katerbau sagte: 

"Mit dem OLB-Wissenschaftspreis wollen wir die Brücke schlagen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Nur so bringen wir den Nordwesten voran"

Osnabrücker regelmäßig unter den Siegern

Mit einem Preisgeld von 32.000 Euro handelt es sich für diesen Teil der Republik laut Mitteilung um die höchstdotierte Auszeichnung ihrer Art. Seit dem Premieren-Jahr 2000 hat die OLB-Stiftung nach eigenen Angaben in zehn Durchgängen bereits eine knappe Viertelmillion Euro an 66 Gewinner ausgeschüttet. Absolventen der beiden Osnabrücker Hochschulen kamen dabei regelmäßig zum Zuge – zuletzt 20162014, 2012 und 2010.


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