Hochschule setzt Studenten-Idee um E-Auto-Carport aus Osnabrück: Einmal Sonne tanken, bitte!

Mit diesem Modell eines Solar-Carports für Elektroautos gewann die Osnabrücker Studentin Svenja Knothe 2018 einen hochschulinternen Wettbewerb. Ein Jahr später wurde der innovative Unterstand bereits in echt auf der Hannover-Messe präsentiert. Foto: Hochschule OsnabrückMit diesem Modell eines Solar-Carports für Elektroautos gewann die Osnabrücker Studentin Svenja Knothe 2018 einen hochschulinternen Wettbewerb. Ein Jahr später wurde der innovative Unterstand bereits in echt auf der Hannover-Messe präsentiert. Foto: Hochschule Osnabrück

Osnabrück. Die Hochschule Osnabrück hat auf der Hannover-Messe 2019 einen selbst entwickelten Carport präsentiert, mit dem sich Elektroautos direkt vor der Haustür aufladen lassen – und zwar allein mit der Kraft der Sonne.

Der filigrane Unterstand für batteriebetriebene Pkw besteht aus einem Stahlständerwerk und einem Dach aus 16 durchsichtigen, in verschiedene Richtungen geneigten Fotovoltaik-Paneelen. Die integrierte Wechselstrom-Ladesäule hat eine maximale Leistung von 22 Kilowatt. 

Der Carport wurde 2018 in einem hochschulinternen Wettbewerb von der Industrial-Design-Studentin Svenja Knothe entwickelt und als beste Idee prämiert. "Durch das Konzept sollen Assoziationen wie Leichtigkeit und Technik mit dem Fahren von Elektroautos verbunden werden", erklärte die Preisträgerin damals.

Ladeinfrastruktur im Alltag sichtbar machen

Die Hochschule verfolgte dabei das klare Ziel, die vielversprechendsten Carport-Entwürfe ihrer Studenten schnellstmöglich auch in die Tat umzusetzen. Professor Hans-Jürgen Pfisterer, Leiter des Kompetenzzentrums Elektronik und Antriebstechnik (KEA): 

"Wir wollen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge im Alltag sichtbarer machen und somit einen Beitrag zur Verbreitung von E-Mobilität leisten."


Präsentation am Stand des Wissenschaftsministeriums

Auf der Hannover-Messe 2019 wurde der Solar-Carport in Halle 2 am Stand des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur präsentiert. Dort demonstrierte das Exponat die Solarstrom-Betankung von E-Autos für eine Fahrleistung von bis zu 6000 Kilometer pro Jahr. 

Foto: Hochschule Osnabrück


Nicht das einzige Forschungsprojekt auf der Messe

Darüber hinaus stellte die Hochschule technische Innovationen aus dem Leichtbau-Bereich vor. Die Universität Osnabrück zeigte unter anderem ein gemeinsam mit der Firma mindQ entwickeltes Instrument zur Analyse von neurologischen Erkrankungen.

Laut Mitteilung fanden die Forschungsprojekte reges Interesse beim Fachpublikum. Zu den zahlreichen Besuchern am Messestand gehörten auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil, Wissenschaftsminister Björn Thümler und Staatssekretärin Sabine Johannsen.


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