Witze am laufenden Band Fips Asmussen nimmt kein Blatt vor den Mund

Fips Asmussen kalauerte sich durch den Rosenhof, ganz so, wie es seinen Fans gefällt. Foto: Thomas OsterfeldFips Asmussen kalauerte sich durch den Rosenhof, ganz so, wie es seinen Fans gefällt. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück . Mit dem ihm typischen Schenkelklopfer-Humor gastierte Komiker-Urgestein Fips Asmussen am Freitag im gut besuchten Saal vom Rosenhof und lieferte Witze am laufenden Band.

Weiße Pudelfrisur, regenbogenfarbene Weste und Witze ohne Ende: Fips Asmussen, wie ihn seine Fans lieben. "Stimmung gut? Das wird sich gleich ändern", kündigt das Hamburger Original an und beginnt den Abend mit Small Talk im Zuschauerraum ("Wie heißt du? Wo wohnst du? Was kostest du?"). Der Weg zur Bühne fällt dem 80-Jährigen dann doch nicht mehr so leicht, und so verbringt er den Abend vornehmlich auf einem Tisch sitzend. 

Unter dem Motto "Fips Asmussen - das Original" gastierte das Komiker-Urgestein am Freitag im gut besuchten Saal vom Rosenhof und lieferte Witze am laufenden Band. Die fielen zwar zum Teil flach und nicht unbedingt feinsinnig aus, doch tat das der Stimmung im Saal keinen Abbruch.

Was etwa ist eine Witwe? Eine Frau, die immer weiß, wo ihr Mann ist. Warum Fips als männliche Hebamme tätig war? "Wer sät, darf auch ernten." Und obwohl er gar nicht über Politik reden wollte, zog Asmussen aus seinem schier unerschöpflichen Witze-Repertoire noch einige Brüller über Hans-Dietrich Genscher, Helmut Kohl oder Franz-Josef Strauß, allesamt Vertreter der Bonner Republik. Mit Auslassungen über "Gasherd" Schröder, "Truppen-Ursel" von der Leyen oder Alt-Bundespräsident Roman Herzogs Voraussage der Kanzlerin ("Durch Deutschland muss ein Rock gehen") streifte er dann doch die Jetztzeit.

80 Jahre und kein bisschen weise? Vielleicht doch ein wenig. Seine zweieinhalbstündige Witze-Show beendete Fips Asmussen nämlich mit dem Tucholsky-Gedicht "Das Ideal".   


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