Programm Soziale Stadt Osnabrücker Kinder planen Großspielplatz im Sanierungsgebiet Schinkel

Antoni und Kira, beide acht Jahre alt, haben zusammen mit den anderen Kindern des Horts Schinkel-Kids mit ausgeklügelten Entwürfen gezeigt, wie der neue Großspielplatz im Hasepark aussehen soll. Foto: Michael GründelAntoni und Kira, beide acht Jahre alt, haben zusammen mit den anderen Kindern des Horts Schinkel-Kids mit ausgeklügelten Entwürfen gezeigt, wie der neue Großspielplatz im Hasepark aussehen soll. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Im Hasepark an der Buerschen Straße entsteht ein neuer Großspielplatz – und der wird groß, von den Dimensionen vergleichbar mit dem Spielplatz an der Lerchenstraße im Stadtteil Dodesheide. Die Grundschüler aus dem Hort Schinkelkids haben dafür schon ziemlich konkrete Vorstellungen.

Auf ihre Expertise setzt die Stadt, wenn es an die Planungen geht. Sonderlich beliebt sind die bestehenden Spielplätze in ihrem Quartier nicht. "Die sind alle langweilig", sagt Nina. "Da gibt es zu wenige Sachen, die sind zu klein." 

Dinosaurier zum Draufklettern

Die Schüler der Heiligenwegschule durften an drei Tagen ihren neuen Spielplatz entwickeln, Vorgaben gab es keine. Und so tauchen in den vier Entwürfen, die sie bastelten, unter anderem eine kostenlose Süßigkeitenmaschine auf, eine lange Wasserrutsche, ein Gehege mit lebenden Hühnern, ein Heißluftballon und ein Dinosaurier der Gattung Carnotaurus zum Hinaufklettern, der künstliches Feuer spuckt (im Bild rechts). 

Foto: Michael Gründel

In allen Entwürfen stellten die Kinder viele Schirme zum Schutz gegen die Sonne auf und viele Schaukeln, sowohl für Kinder ihrer Altergruppe als auch für Kindergartenkinder. 

Foto: Michael Gründel

In einem Entwurf ist außerdem ein Toilettenhaus installiert, "schön bunt und sauber für Mädchen und Jungen", lautet die Vorgabe der Grundschüler: 

Foto: Michael Gründel

Einen großen Mülleimer mit Deko wünschen sie sich ebenfalls. Am Ende erstellten sie eine Prioritätenliste. Ganz oben: ein Baumhaus wie dieses hinten rechts im Entwurf von Anastasia, Vincent und Inas. 

Foto: Michael Gründel

Auf den Erstwunsch Baumhaus folgen eine großen kurvigen Wasserrutsche, der feuerspeiende Dino, eine Grafitti-Wand, ein Einhorn zum Reiten und ein Eingang mit Blumen.

Planungsbüro beauftragt

Nun ist es an den Experten des Planungsbüros Brandenfels und des Osnabrücker Servicebetriebs (OSB), zu eruieren, welche Ideen der Kinder auch wirklich umsetzbar sind. Rund eine halbe Million Euro will die Stadt laut erster grober Kostenübersicht in den neuen Spielplatz im Hasepark stecken. Dadurch stehen für den neuen Großspielplatz mehr Geld und auch mehr Platz zur Verfügung als üblich. 15.000 Quadratmeter groß ist die Fläche, rund 5000 davon sollen bebaut werden:

Foto: Michael Gründel

Der Rest bleibt grün, erläutert Hartmut Damerow vom OSB. 

Programm Soziale Stadt

Es wird das erste sichtbare Projekt des Förderprogramms "Soziale Stadt", in das der Schinkel aufgenommen wurde. 15 Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren in den Stadtteil fließen, je ein Drittel zahlen Bund, Land und Stadt. 

Wie teuer der Spielplatz tatsächlich wird, ist noch offen. Mitte bis Ende Mai will die Stadt den Kindern den Planungsentwurf vorstellen, dann können sie ihre Meinung dazu sagen. Im Herbst soll es losgehen mit den vorbereitenden Arbeiten auf dem Spielplatzgelände. Wenn alles klappt, soll der neue Spielplatz im Frühjahr 2020 eingeweiht werden. 

Auch Jugendliche, Senioren und Behinderte werden beteiligt

Nicht nur Kinder dürfen ihre Vorstellungen äußern. Am 25. April um 16.30 Uhr lädt die Stadt Jugendliche in die Skatehall ein, damit sie ihre Wünsche für Bewegungsangebote vorstellen können. Ende Mai werden dann auch noch der Seniorenbeirat und das Behindertenforum beteiligt, damit aus dem gesamten Areal ein Mehrgenerationenpark werden kann. 



Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN