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Comedian Heino Trusheim in der Lagerhalle Bissiges Alltagsgeplauder

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Osnabrück. „Wer glaubt, sein Leben sei arm an Höhepunkten, steht einfach zu weit oben.“ Logisch, dass sich bei solch hehrem Grundsatz Stand-up-Comedian Heino Trusheim nicht über sein Publikum stellt, sondern sich auch mit einzelnen Zuschauern live über Beruf, Alter und Kinderanzahl austauscht.

Auf der Bühne reichen ihm Hocker und Mikrofon, um dem Publikum einen Lebenshöhepunkt nach dem anderen zu servieren. „Höhepunkt“ heißt denn auch Trusheims aktuelles Soloprogramm, mit dem der Mann mit dem goldenen Mikrofon am Freitag Station im Spitzboden der Lagerhalle machte. Dabei zeigte er sich so plauderfreudig und gut gelaunt wie bei seinen Auftritten in „TV Total“ oder im Quatsch Comedy Club.

Wie ein freundlicher Kneipenkumpel ließ sich der Hamburger Comedian gnadenlos bissig aus über Lust und Frust von Eheleben, Kindern und dem Älterwerden – ein Thema, das den mittlerweile 40-jährigen Trusheim bereits in seinem 2009er-Soloprogramm „Früher war besser“ umgetrieben hatte. Der unterschiedlichen Wahrnehmung von Frauen und Männern fügte der frischgebackene Vater Anekdoten bei über Geburtswehen, unmögliche Kindernamen sowie dem sozialen Unterschied zwischen den Bäuchen schwangerer Frauen und dicker Männer, angereichert mit wehmütigen Kindheitserinnerungen.

Natürlich durfte auch die bewährte Starbuck-Nummer nicht fehlen, in der Trusheim in rasantem Tempo sämtliche Cappuccino-Sorten der Kaffee-Kette runterratterte, um zu fordern: „Weniger Gesabbel und mehr Kaffee!“ So bissig und ironisch kann das Leben sein. Sich selbst nahm der haarlose Trusheim nicht davon aus, als er von der ersten Begegnung mit der neugeborenen Tochter erzählte: „Zwei Minuten alt und mehr Haare als ich. Das fand ich ganz schön arrogant.“


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