Neuer Eingangsbereich Mehr Sicherheit für Gebäude der Osnabrücker Staatsanwaltschaft

Den neu gestalteten Eingangsbereich der Osnabrücker Staatsanwaltschaft nahm jetzt die Niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza (CDU) in Augenschein. Oberstaatsanwalt Bernard Südbeck (links) und Christina von Pozniak-Bierschenk (rechts) vom Staatlichen Baumanagement führten die Ministerin durch die Räume. Foto: David EbenerDen neu gestalteten Eingangsbereich der Osnabrücker Staatsanwaltschaft nahm jetzt die Niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza (CDU) in Augenschein. Oberstaatsanwalt Bernard Südbeck (links) und Christina von Pozniak-Bierschenk (rechts) vom Staatlichen Baumanagement führten die Ministerin durch die Räume. Foto: David Ebener

Osnabrück. Mehr Sicherheit für ihre Mitarbeiter verspricht sich die Osnabrücker Staatsanwaltschaft von der Umgestaltung des Eingangsbereichs im Gebäude am Kollegienwall. Rund 385.000 Euro wurden in den Umbau investiert.

1986 wurde das Justizgebäude in der Osnabrücker Innenstadt eröffnet – und strahlt heute in Teilen immer noch den eher dunkel gehaltenen Charme dieser Zeit aus. Doch nicht nur aus architektonischen Gesichtspunkten erkannte die Landesregierung vor rund einem Jahr Handlungsbedarf: Auch unter Sicherheitsaspekten genügte das Gebäude nicht mehr den aktuellen Ansprüchen.

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In den vergangenen acht Monaten wurde daher der Eingangsbereich komplett umgebaut. Konkret ließ das Land eine hell gestaltete Sicherheitsschleuse samt Metalldetektor installieren. Zwar sei der Publikumsverkehr nicht vergleichbar mit dem etwa des Amtsgerichts, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Bernard Südbeck. Dennoch stelle der Umbau eine große Erleichterung für alle Beteiligten dar. Hintergrund: Bislang mussten Besucher vom Wachdienst einzeln durch das Gebäude bis zu ihrem Gesprächspartner begleitet werden. Nun ist direkt an der Schleuse ein mit Kameras überwachter Raum eingerichtet, in dem Gespräche abgehalten werden können.

Aufgebrachte Besucher besser im Zaum halten

Für die Wachtmeister bedeutet die Umstellung eine Arbeitserleichterung, wie Südbeck betont. Durch den Wegfall der Eskortierung könnten sich die Mitarbeiter nun verstärkt neben der Sicherung des Gebäudes und der Kontrolle am Eingang auf andere Kernaufgaben konzentrieren. Auch so manch aufgebrachter Zeitgenosse könne besser unter Kontrolle gehalten werden. "Es kommt selten vor, dass Besucher rabiat werden. Aber es passiert eben", so der Oberstaatsanwalt.

"Wir wollen die Sicherheit an den Gerichten und Staatsanwaltschaften kontinuierlich verbessern", sagte die Niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza (CDU) am Montag bei einem Pressetermin am Kollegienwall. Dies sei auch vor dem Hintergrund des abnehmenden Respekts beispielsweise gegenüber Beamten ein immer wichtiger werdendes Thema. Auch durch die helle Gestaltung sei es gelungen, Bürgerfreundlichkeit mit Sicherheitsaspekten in Einklang zu bringen. 

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Rund acht Monate dauerte der Umbau des etwa 70 Quadratmeter großen Bereichs bei laufendem Betrieb. 


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