zuletzt aktualisiert vor

„Angkor Wat“ wird ergänzt Zoo Osnabrück legt Grundstein für Tigergehege

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

<em>Der Zoo Osnabrück</em> hat in ihrem „Wander-Grundstein“ einen Metallzylinder versenkt, der die Baupläne für die neue Tigerlandschaft enthält. Damit wurde symbolisch der Grundstein für das neue Gehege gelegt. Foto: Zoo OsnabrückDer Zoo Osnabrück hat in ihrem „Wander-Grundstein“ einen Metallzylinder versenkt, der die Baupläne für die neue Tigerlandschaft enthält. Damit wurde symbolisch der Grundstein für das neue Gehege gelegt. Foto: Zoo Osnabrück

Osnabrück. Kambodscha auf dem Schölerberg – so soll es künftig in einem Teil des Osnabrücker Zoos aussehen. Nach dem neuen Affentempel „Angkor Wat“ ist am Mittwoch der Grundstein für ein neues Tigergehege gelegt worden, das direkt an die asiatisch anmutende Tempellandschaft anknüpfen soll.

„Für mich war als Kind schon immer klar: Zu einem richtigen Zoo gehört auch ein Tiger“, sagte Reinhard Sliwka, Aufsichtsratsvorsitzender der Zoo Osnabrück gGmbH, mit Blick auf die Baustelle zwischen Elefantengehege und dem neuen Affentempel, der 2012 fertiggestellt wur de. Nun soll der Osnabrücker Zoo zwei bis drei Sumatra-Tiger erhalten. Sumatra-Tiger sind vom Aussterben bedroht, in der Natur gibt es gerade mal noch 200 Exemplare, wie der wissenschaftliche Mitarbeiter Tobias Klumpe erläuterte. Der Zoo hofft daher auf eine Erhaltungszucht.

Auf dem 1200 Quadratmeter großen Gelände sollen die Raubkatzen optimale Haltungsbedingungen vorfinden, verspricht Sliwka. Gestaltet wird das Gehege von Deflef Gehrs, der bereits mehrere Arbeiten für den Osnabrücker Zoo übernommen hat.

Nach dem Umbau, der rund 950000 Euro kostet, soll eine Art Garten mit Tempelruinen und einem Schwimmbecken entstehen. „Wir versuchen, das Gehege in das Gelände einzupassen, so dass auch möglichst viele Bäume stehen bleiben können“, sagte Gehrs. Damit die Besucher die Tiger auch gut beobachten können, soll in etwa 4,5 Metern Höhe eine Brücke über das Gehege führen. Zudem wird es an den Außenwänden große Glasfronten geben.

Neben den Tigern werden noch zwei weitere Tierarten auf das Gelände ziehen: die Binturongs (südostasiatische Schleichkatzen) und die Siamangs, eine Affenart, die in den tropischen Regenwäldern lebt. Ein Binturong hätte eigentlich bereits aus Prag nach Osnabrück ziehen sollen – das Hochwasser machte den Umzugsplänen jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Die beiden Tierarten werden sich ein Außengehege teilen –natürlich sicher abgeschirmt von den Tigern.

Mit „Angkor Wat 2“, das Anfang 2014 eröffnet werden soll, ist aber noch lange nicht Schluss im Osnabrücker Zoo. Geschäftsführer Andreas Busemann hat längst weitere Pläne. In drei bis vier Jahren sollen Besucher, die gerade die asiatische Welt erlebt haben, nach rechts abbiegen – und eintauchen in eine Nordamerika-Landschaft, die in dem Bereich entstehen könnte, in dem derzeit die Vogelvolieren beherbergt sind.

Und dann –noch etwas weiter gedacht – sei es doch nur naheliegend, auch das Elefantengehege, in dem ja nun asiatische Dickhäuter leben, in die Tempelgestaltung einzubeziehen. „Damit wir am Ende eine in sich schlüssige thematische Inszenierung haben“, schloss Busemann.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN