Aktion zur Familienserie Kinder malen die Fotos in der Neuen Osnabrücker Zeitung

Amelie und Luke mit ihren fast fertigen Exemplare. Foto: David EbenerAmelie und Luke mit ihren fast fertigen Exemplare. Foto: David Ebener 

Osnarück. Buntstifte, Radiergummis und Anspitzer liegen verstreut auf den Tischen. Fotos von Schweinen, Lemuren, Promis oder Politikern haben die Kinder in die Hand gedrückt bekommen. Ihre Aufgabe: Die Bilder, die normalerweise unsere Fotografen für die Zeitung liefern, sollten von den Kindern gemalt werden. Sie erscheinen an diesem Freitag in allen Ressorts der Zeitung.

Auch der Chefredakteur Ralf Geisenhanslüke stattete den kleinen Künstlern einen Besuch ab. Foto: David Ebener

Die Jungen und Mädchen waren die Teilnehmer der NOZ-Aktion „Kinder malen Zeitungsbilder“, die am Donnerstag stattfand. Das Medienzentrum am Breiten Gang wurde zur Künstlerwerkstatt. Köpfe rauchten, hochkonzentriert machten sich die 6 bis 16-Jährigen an die Arbeit. „Ich bin ein bisschen aufgeregt, weil ich noch nie unter Zeitdruck gemalt habe“, sagte die achtjährige Suraya. Sie bekam das Bild eines Satelliten, den sie in nur zwei Stunden malen musste. 

Die Mädchen am Tisch nebenan gaben sich gegenseitig Tipps, denn eine Hand zu malen, das ist gar nicht so einfach. Unterstützung bekamen sie auch von Mitarbeitern der Neuen Osnabrücker Zeitung. Redakteure schauten den Kindern neugierig über die Schultern, denn einige bekamen exklusive Porträtbilder gezeichnet. Davon hielt Amelie aus Wallenhorst eines in der Hand. Das fertige Bild ersetzt nachher das Foto im Kommentar: „Gesichter zeichne ich nicht so oft, das ist ganz schön schwer. Ich male eher Ausmalbilder“, erzählte sie.

Ein Vorher-Nachher-Vergleich:

Nachtsichtbrillen

Der zehnjährige Leon Roge brauchte nicht lange, um die gemalte Kopie anzufertigen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:


Milana aus Osnabrück hatte eine ganze Schweineherde vor sich liegen. Dichtes Gedränge, Schatten und Licht wechseln sich auf dem Foto ab. Doch die Zeichnung kam dem Original sehr nah. „Ich zeichne sehr gerne. Ich bin auch im Zeichenkurs, das ist mein Hobby. Schweine hätten zwar keine Lippen, aber ganz allgemein seien die für sie besonders zu malen, erzählte sie.  

Die zehnjährige Milana malte eine Schweineherde. Sie ist in einem Zeichenkurs und schon geübt. Foto: David Ebener

Etwas technischer ging es bei Phillip und Luke zu. Luke zeichnete mit Lineal und Bleistift ein Regal mit einem Plattenspieler darauf – sogar mit Fluchtpunkt. „Meine Oma ist gut im Zeichnen, ich glaube, das Talent habe ich von ihr“, sagte der Neunjährige aus Lechtingen. Phillip malte detailgetreu zwei Boote. Es wurde in zwei Schichten gemalt. Die ersten mussten gegen 16 Uhr fertig sein, dann kam die Ablösung, die bis 19 Uhr blieb. „Das ist mal etwas ganz Anderes und eine witzige Idee“, äußerte sich Gert Westdörp, Chef der NOZ-Fotografie, begeistert über die Aktion. Durch Kinderaugen werde die Realität auf ein neues Niveau gehoben. In vielen Fällen sei es sogar gelungen, Sachverhalte in einer Mischung aus Karikatur und kindlicher Naivität besser auf den Punkt zu bringen. 

Einen Sänger in Aktion zu malen ist diesem jungen Künstler gut gelungen. Foto: David Ebener

Insgesamt haben sich rund 1140 Kinder für die Aktion mit eigenen Zeichnungen beworben, rund 230 Jungen und Mädchen wurden ausgewählt und durften beim Malen mitmachen. „Wir haben uns durch die Augsburger Allgemeine inspirieren lassen. Die Kollegen dort haben die Aktion im vergangenen Jahr durchgeführt“, sagte Andrea Wegmann vom Marketing der NOZ. „Wir wollen mit der Aktion der Zeitung ein besonderes Erscheinungsbild geben und expliziet während der Familienwochen Kinder mit einbeziehen“, so Wegmann. 

Auch in den Redaktionen im Osnabrücker Land wurde fleißig gezeichnet

Bei den Bramscher Nachrichten galt es das alte Fachwerkhaus der Biologischen Station am Alfsee oder einen VW Käfer für die Serie „Mein erstes Auto“ zu zeichnen. In zwei Kleingruppen wurde deshalb fleißig im Gasthaus Alte Post in der Bramscher Fußgängerzone gemalt. Das Jungen-Quartett aus Ken, Elerus, Justus und Darian – allesamt 9 Jahre alt – hatte dabei ebenso Spaß.

Foto: Marcus Alwes

Zu Gast beim Wittlager Kreisblatt in Bad Essen waren, neben älteren Schülern, unter anderem die Klasse 3 der Grundschule Wehrendorf. Das Thema Zeitung nehmen sie gerade im Rahmen des Klassse!-Projekts im Sachunterricht bei ihrer Klassenlehrerin Sabine Böschemeier durch, sowie im Kunstunterricht bei Clara Treusch von Buttlar durch. Beide Lehrerinnen haben die Klasse zur Malaktion in die Redaktion begleitet. 

Foto: Kerstin Balks

Beim Bersenbrücker Kreisblatt in Quakenbrück rauchten die Köpfe: Konzentriert gingen Robert (10) und Sophie (8) an die Arbeit. Sophie hatte sich zum Beispiel "Per Pedes" ausgesucht, der täglich über Anekdoten aus dem Nordkreis berichtet. Wie viele andere Kinder hatte sie ihn erst vorgezeichnet und malte ihn anschließend in die Vorlage. 

Foto: Nina Strakeljahn

Beim Meller Kreisblatt versuchte der Redakteur Michael Hengehold noch, mit ein paar Sprüchen die Atmosphäre aufzulockern, aber Pustekuchen: Die Meller Mal-Kids waren bereits so konzentriert bei der Arbeit, dass er ihnen kaum ein müdes Lächeln entlocken konnte. Erst als sie ihre durchweg großartigen Bilder fertig hatten, löste sich bei den knapp 20 Jugendlichen zwischen zehn und 16 Jahren die Anspannung, wie das Bild zeigt:

Foto: Teresa Bäumer





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