In ehemaliger Brasserie Saunus Inder Taj Mahal eröffnet Restaurant an der Osnabrücker Hasestraße

Das Taj Mahal an der Dielingerstraße. Foto: Corinna BerghahnDas Taj Mahal an der Dielingerstraße. Foto: Corinna Berghahn

Osnabrück. Das indische Restaurant Taj Mahal plant ein zweites Standbein in Osnabrück: Im April soll dieses in der ehemaligen Brasserie Saunus in der Hasestraße eröffnen.

Seit 2011 betreibt Tejinder Sidhu das indische Restaurant "Taj Mahal" an der Dielingerstraße in Osnabrück. Hier sei der Mittagstisch beliebt und auch abends sei es gut gefüllt, sagt er. "An den Wochenenden kommen wir aber aus Platzgründen an unsere Grenzen. Daher nutzen wir die Chance und eröffnen ein zweites Standbein an der Hasestraße 62", sagte er unserer Redaktion. 

An der betreffenden Adresse steht seit gut drei Monaten die "Brasserie Saunus" leer, die 65 bis 70 Personen Platz geboten hatte. 

Foto: Corinna Berghahn

Der Eröffnung des Restaurants, das auf französische Hausmannskost spezialisiert war, war eine Kernsanierung des Hauses vorausgegangen. Dies kommt Sidhu jetzt zugute: "Innen müssen wir kaum etwas machen. Allerdings werden Deko und einzelne Möbel im Laufe der Zeit unserer indischen Küche angepasst." Auch um das passende Interior zu finden, ist Sidhu aktuell in Indien unterwegs, erzählt er.

Wann genau das zweite "Taj Mahal" eröffnet, kann er noch nicht sagen: "Zuerst hatten wir den 7. April avisiert, aber ich denke, dass es eher Mitte oder Ende des Monats werden wird." Auch über die Zukunft des Restaurants an der Dielingerstraße ist noch nicht endgültig entschieden: "In den kommenden Monaten werden wir beide Restaurants parallel betreiben. Doch sollte das neue noch besser laufen als erwartet, konzentrieren wir uns vielleicht nur noch auf den größeren Standort."

Das war drin

Ende 2018 hatten sich die Türen der Brasserie Saunus aus "persönlichen Gründen" geschlossen, wie der Inhaber unserer Redaktion gesagt hatte. Zuvor war in den Räumlichkeiten das in der Hasestadt berühmt-berüchtigte Nachtlokal "Parisiana" beheimatet gewesen. Diese Bar hatte unter verschiedenen Namen seit 1959 ihre überwiegend männliche Kundschaft mit Darbietungen erfreut, die in den Anfangsjahren züchtig als ‚Schönheitstanz' bezeichnet wurden. Später setzte sich dann der Begriff "Striptease" durch. 

Dieses Stelldichein einiger Ordensfrauen vor dem „Parisiana“ ergab sich zufällig während des Katholikentages 2008 in Osnabrück. Foto: privat

Nach der Silvesternacht 2014 endete die Ära der Tabeldance-Bar. Damals erzählte der Verpächter unserer Redaktion Anekdoten, die sich in dem Etablissement zugetragen haben sollen: So wie die von dem Ehemann, der die Verzehr-Quittung in der Sakko-Tasche vergisst und die Ehefrau sie dort beim Bügeln fand oder die eines angeblich stadtbekannten Edelmannes, der direkt von der Treibjagd mit schmutzigen Gummistiefeln und Flinte hereingestapft kam und dann zum „Horrido“ blies. 


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