Gute und schlechte Nachricht Osnabrücker Verein Magi unterstützt Schulbau in Malawi

Gegen den Klimawandel wirken will der Verein Magi in Malawi mit der Pflanzung von Bäumen. Jetzt bekommt er die Unterstützung der Bingo-Stiftung bei dem Bau einer Schule. Foto: Anja HirschmannGegen den Klimawandel wirken will der Verein Magi in Malawi mit der Pflanzung von Bäumen. Jetzt bekommt er die Unterstützung der Bingo-Stiftung bei dem Bau einer Schule. Foto: Anja Hirschmann

Osnabrück. Für Anja Hirschmann, Vorsitzende des Osnabrücker Vereins Magi, der seit neun Jahren Mädchen in Malawi unterstützt, gab es am Mittwoch eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung (NBU) unterstützt Magi e. V. mit 26 500 Euro. Durch Überschwemmungen ist in Malawi ist eine Brücke, die vom Verein gebaut wurde, zerstört worden.

In den südostafrikanischen Ländern Malawi und Mosambik haben starke Regenfälle und Tropenstürme während der vergangenen zwei Wochen zu Überschwemmungen geführt. Es soll mehr als 100 Tote gegeben haben, meldete der Deutschlandfunk am Mittwoch auf Berufung der dortigen Behörden. Anja Hirschmann berichtet, dass eine Brücke weggespült worden sei, die vom Verein dafür errichtet wurde, dass Kinder heil über den dortigen Fluss kämen. Viele seien sonst dabei ertrunken. Das Unwetter habe zudem die Hoffnung auf eine gute Ernte zerstört, sagte sie weiter.

Mit dem Geld der Bingo-Stiftung will der Verein Magi den Bau von Lehrerhäusern finanzieren. Die sollen neben einer neuen Schule errichtet werden, für die das malawische Bildungsministerium Lehrer entsenden will. Die kämen aber nicht, wenn es keine Häuser für sie gibt, sagt Hirschmann. Der Bau werde aber nicht von den Überschwemmungen beeinträchtigt. „Wir lassen massive Häuser bauen, die nicht bei jedem Windstoß einstürzen.“

In Malawi seien die Folgen des Klimawandels deutlich zu spüren, weil dort etliche Bäume gefällt wurden, was zu Erosion geführt habe, so Hirschmann. „Um dagegen zu wirken, haben wir 2000 Bäume angepflanzt.“

Mit ihrer Klasse der Grundschule Atter will die Lehrerin Anja Hirschmann am 30. März an der Kamp Promenade Seife für die Mädchen in Malawi verkaufen. Momentan stellen die Zweitklässler in einer Projektarbeit Seife her. Den Erlös wollen sie in das Land schicken, das laut dem Index für menschliche Entwicklung mit einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von 230 Euro das viertärmste Land der Welt ist.


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