Wochen gegen Rassismus Osnabrücker Schulklassen malen Plakate gegen Fremdenhass

"Unsere Klasse wünscht sich eine Welt ohne Rassismus" - die Klasse 3d der Heiligenwegschule zeigte kreativ ihr Streben nach kultureller Vielfalt. Foto: Michael Gründel"Unsere Klasse wünscht sich eine Welt ohne Rassismus" - die Klasse 3d der Heiligenwegschule zeigte kreativ ihr Streben nach kultureller Vielfalt. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Mehrere Osnabrücker Schulklassen haben an einem Plakatwettbewerb der GEW gegen Rassismus teilgenommen. Dabei herausgekommen sind mehr als 30 Werke, die jetzt im Heinz-Fitschen-Haus ausgestellt werden.

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus setzen die Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit: Auf Initiative der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nahmen Klassen von sieben Osnabrücker Schulen sowie ein Kindertreff an der Aktion teil. Über 30 Plakate gingen bei der GEW-Kreischefin Astrid Müller ein.

In dieser Woche wurde im Heinz-Fitschen-Haus die Ausstellung eröffnet, in der die Plakate bis zum 24. März für alle Interessierten zu sehen sind. Bei der Eröffnung freute sich Astrid Müller über die rege Teilnahme an der Aktion: Insgesamt mehr als 200 Schüler hätten zusammen mit ihren Lehrern in den regulären Schulstunden an den Plakaten mitgearbeitet. 

Farbenfrohe und vielseitige Werke gibt es zu bestaunen: Das Plakat von Schülern der Anne-Frank-Schule zeigt, wie aus vielen verschiedenen Puzzleteilen ein neues buntes Bild entsteht. Foto: Michael Gründel

Engagement gegen Rassismus sei wichtig, "damit kein Streit entsteht und wir besser zusammen leben können", hieß es vonseiten der Schüler bei der Eröffnungsfeier. Martin Niemann, Leiter des Heinz-Fitschen-Hauses, sah deshalb auch die Ausstellung am richtigen Platz: Im Stadtteil Schinkel gebe es viele zugewanderte Menschen, und fast 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die im Heinz-Fitschen-Haus aus- und eingehen, hätten Migrationshintergrund. Viele von ihnen hätten im Alltag mit Rassismus zu kämpfen. Niemann: 

"In einer Zeit, in der die Stigmatisierung allgegenwärtig ist, ist eure Ausstellung ein gutes Zeichen."

Kimberley aus der 8a der Schule an der Rolandsmauer gestaltete mit ihrer Englischklasse mehrere Plakate. Der von ihr erstellte Teil zeigt die Erde, umrandet von vielen verschiedenen Nationalflaggen. Sie will damit zeigen, dass "ganz viele aus anderen Ländern kommen, aber hier in Deutschland ein Zuhause haben". In ihrer Klasse seien viele Schüler mit Migrationshintergrund. Diese wegen ihrer Herkunft schlechter zu behandeln als andere, kommt für sie nicht infrage.

Kimberley (14 Jahre) von der Schule an der Rolandsmauer möchte mit ihrem Plakat zeigen, wie viele verschiedene Nationalitäten in Deutschland zusammenkommen. Foto: Michael Gründel

Alle Teilnehmer bekamen von der GEW-Vorsitzenden zum Dank etwas Süßes. Jeweils eine Klasse der sieben Schulen erhielten per Losentscheid noch einen Büchergutschein. Teilgenommen hatten unter anderem Klassen der Anne-Frank-Schule, der Montessorischule, der Heiligenwegschule und der Schule an der Rolandsmauer. 


Internationale Wochen gegen Rassismus

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden jedes Jahr rund um den 21. März statt. 1966 riefen die Vereinten Nationen den 21. März zum "Internationalen Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung" aus. Seit den siebziger Jahren finden deshalb im März in mehreren Ländern Veranstaltungen gegen Rassismus statt. Seit 2014 koordiniert die "Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus" die bundesweite und größer angelegte Planung der Aktionswochen. 

Weitere Informationen zu den Hintergründen und den Aktionswochen gibt es bei der "Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus".

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN