Erkenntnisse für Eltern Erziehungsberater Jan-Uwe Rogge in der Osnabrücker Lagerhalle

Mit viel Humor würzt „Erziehungspapst“ Jan-Uwe Rogge seine Vorträge am Dienstag und Mittwoch in Osnabrück. Foto: Elvira PartonMit viel Humor würzt „Erziehungspapst“ Jan-Uwe Rogge seine Vorträge am Dienstag und Mittwoch in Osnabrück. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Kinder sind goldig – aber nicht immer. Dass sie sich in der Pubertät in Monster verwandeln, wusste schon Bestsellerautor Jan Weiler. Jan-Uwe Rogge weiß es besser. Der Erziehungsberater will am Dienstag, 19. März, und am Mittwoch, 20. März, in der Lagerhalle in Osnabrück Erkenntnisse für Eltern liefern, wie sie mit ihren Kindern besser kommunizieren und in der Pubertät umgehen können.

„Wie sie reden damit ihr Kind zuhört. Wie Sie zuhören, damit Ihr Kind redet“, ist der Titel des ersten Vortrags von Rogge am Dienstag. Viele Eltern kennen das Problem, dass die Kommunikation mit ihren Kindern nicht wie gewünscht verläuft. Da nützt es auch nicht, in der Jugendsprache zu parlieren – im Gegenteil: Es verschlimmert die Situation sogar. Jan-Uwe Rogge nimmt sich diese Gelegenheiten vor, „wenn Erwachsene auf UKW senden und die Heranwachsenden auf Mittelwelle empfangen“, wie er es umschreibt.

Verständnisvoller Umgang

Der 1947 in Stade geborene „Erziehungspapst“, wie Rogge mittlerweile ehrfurchtsvoll genannt wird, pickt sich Alltagssituationen heraus und erzählt anschaulich von den kommunikativen Verstrickungen, die die Gespräche und das Miteinander von Kindern und ihren Eltern plagen. An konkreten Beispielen will er aufzeigen, wie ein verständnisvoller Umgang miteinander aussehen kann, um die Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern ausgeglichen zu gestalten.

Am Mittwoch heißt das Thema „Pubertät – Loslassen und Halt geben“. Die Adoleszenz prägt manche Menschen ihr Leben lang. Der Schritt ins Erwachsenenleben wird in den allermeisten Fällen nicht ohne Konflikte vollzogen. Oft geschieht dies, weil Eltern ihre Kinder nicht loslassen können. Das machen die Raben besser als die Menschen, wie Rogge der Heilbronner Stimme sagte: „Raben ziehen ihre Jungen im Nest auf, sind sehr fürsorglich und zugewandt. Aber wenn die Kinder flügge sind, schmeißen die Eltern sie aus dem Nest. Das bedeutet, sie können loslassen.“ Der Begriff Rabeneltern, der Mütter oder Väter diffamiert, die sich nicht richtig um ihre Kinder kümmern, ist also falsch.

Nur wenn es den Eltern gut geht

In dem Interview mit der Heilbronner Zeitung gibt Jan-Uwe Rogge zudem Eltern einen Rat, von dem auch ihre Kinder profitieren können: „Kinder mögen keine perfektionistischen Eltern. Sie wollen Eltern aus Fleisch und Blut, die auch mal an sich denken. … Es gibt ein Leben jenseits der Kindererziehung, als Frau, als Paar. Nur wenn es den Eltern gut geht, geht es den Kindern auch gut - und nicht umgekehrt.“

Jan-Uwe Rogge, Lagerhalle, Osnabrück, Di., 19. 3., und Mi., 20. 3., je 20 Uhr, Eintritt: je 12 Euro. Kartentelefon: 0541/338740.


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