Neue Veranstaltungsreihe Osnabrücker Schulen vernetzen sich mit "Klimaforum"

Frederik Flack vom Verein für Ökologie und Umweltbildung Osnabrück stellte das Klimaforum-Projekt vor. Foto: Jörn MartensFrederik Flack vom Verein für Ökologie und Umweltbildung Osnabrück stellte das Klimaforum-Projekt vor. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Wie kann das Thema Klimaschutz stärker in den Schulalltag integriert werden? Darüber haben sich Schulen aus Osnabrück bei einem lokalen Klimaforum ausgetauscht.

Unter dem Motto "Schulen lernen von Schulen" versammelten sich Vertreter interessierter Bildungseinrichtungen. Das als "Klimaforum" übertitelte Treffen in der Angelaschule war laut Mitinitiator Frederik Flack vom Verein für Ökologie und Umweltbildung der Auftakt einer "hoffentlich langen Veranstaltungsreihe".

Ziel sei es, ein schulisches Netzwerk für mehr Klimabildung zu errichten. Interessierte Schulen könnten sich über Projekte, Ideen und Materialien zu Klimaschutz und Klimabildung austauschen und die Impulse in den eigenen Schulalltag integrieren. 

Die drei Vorstandsmitglieder des Vereins für Ökologie und Umweltbildung (von links): Josef Gebbe, Gerhard Becker und Frederik Flack. Sie wollen die Schulen für Klimaschutz und Klimabildung miteinander verbinden. Foto: Archiv/Thomas Osterfeld.


Das Projekt wurde vom  Verein für Ökologie und Umweltbildung Osnabrück ins Leben gerufen. Josef Gebbe aus dem Vereinsvorstand glaubt, dass das Thema Klimabildung an den Schulen noch relativ sparsam behandelt wird. "Mit dem Forum soll den Schulen die Hemmschwelle genommen werden", so Gebbe. So könnten sie gegenseitig von guten Ansätzen und Ideen profitieren. Zurzeit könnten Lehrer bereits auf die Klimadatenbank des Landkreises Osnabrück für Unterrichtskonzepte und Materialien zurückgreifen. Der Datensatz solle mit Hilfe der Schulen noch erweitert werden, betont der Vereinsvorsitzende Gerhard Becker. 

Wanderausstellung: Klima in Osnabrück

Unter den Materialien befinden sich auch die Plakate aus der Ausstellung "Stadtklima im Wandel". Sie stellen die Entwicklung des Osnabrücker Stadtklimas in den vergangenen 100 Jahren dar. Sie wurden vom Netzwerk Klimabildung erstellt, einem Fachbereich des Vereins für Ökologie und Umweltbildung. Die Wanderausstellung steht Schulen in Stadt und Landkreis zur Verfügung. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Postcode-Lotterie. 

Ausstellung zum Stadtklima. Foto: Jörn Martens


Umweltbildung an der Angelaschule 

Als erster Veranstaltungsort des Klimaforums stellte die Angelaschule einige ihrer bisherigen Umweltprojekte vor. Im Schulkiosk "Ökobutze" werden beispielsweise umweltfreundliche Schulmaterialien und biologische Snacks verkauft, berichteten zuständige Lehrerinnen. Darüber hinaus hätten Schüler die Möglichkeit, an einer Imker-AG teilzunehmen und so praktisches Arbeiten mit und für die Umwelt kennenzulernen. Das Thema Umwelt sei zudem Schwerpunkt in manchen Wahlpflichtfächern ab der achten und neunten Klasse. 

An der ersten Ausgabe des Klimaforums nahmen unter anderem Vertreter der Gesamtschule Schinkel, der Geschwister-Scholl-Schule in Bad Laer und der Realschule Georgsmarienhütte teil. Josef Gebbe betonte, dass es keinen festen Teilnehmerkreis gebe. Es sei ein offenes Forum, zu dem immer wieder neue Schulen hinzustoßen könnten. 

Das nächste Treffen findet im Juni an der Geschwister-Scholl-Schule in Bad Laer statt.


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