René Turrek arbeitet mit Sängerin Projekt zwischen Osnabrücker Künstler und Lena Meyer-Landrut endet im Goldstaub

Zusammen mit der Sängerin Lena Meyer-Landrut arbeitete der Osnabrücker Künstler Rene Turrek an einem Kunstprojekt.  Foto: Jörn MartensZusammen mit der Sängerin Lena Meyer-Landrut arbeitete der Osnabrücker Künstler Rene Turrek an einem Kunstprojekt. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Der Osnabrücker Künstler René Turrek hat zusammen mit Lena Meyer-Landrut an einem Kunstprojekt für Fans der Sängerin gearbeitet. Das ist nicht nur sehr goldig gewesen, sondern hat auch der Vorbereitung auf ein noch größeres Projekt des 41-Jährigen gedient.

Zur Veröffentlichung ihres neuen Albums „Only Love, L“ startete die Sängerin Lena Meyer-Landrut eine große Fan-Aktion. 1000 Boxen, die etwas größer als ein Schuhkarton und mit Merchandise-Artikeln gefüllt sind, will sie verkaufen. Dass die Boxen auch von Außen etwas hermachen, daran trägt der Osnabrücker Künstler René Turrek einen Anteil. Zusammen mit der Gewinnerin des Eurovision Songcontest von 2010 gestaltete er die Schachteln in einer Location in Berlin.

Zustande gekommen ist der Kontakt laut Turrek durch seine Zusammenarbeit mit dem Plattenlabel Universal. Der Osnabrücker plant Projekte mit „zwei, drei großen Namen aus den USA“. Details könne er dazu noch nicht verraten. Im Vorfeld habe Turrek, der in den Staaten bereits bekannt ist, noch eine Art Probe-Projekt machen wollen. Dafür schlug das Unternehmen die aus Hannover stammende Sängerin vor. Die Anfrage erhielt der 41-Jährige während eines Urlaubs auf Fuerteventura – und noch da begann er mit ersten Experimenten. 

Glitzernde Boxen

„Lena wollte gerne Gold-Glitzer auf die Boxen haben“, sagt Turrek. In Berlin experimentierten sie zunächst mit Leim und einer Art Kanone, mit der sie den Goldstaub in der Form des Herzes auftragen wollten, das auch auf ihrem Album zu sehen ist. Weil der Leim schneller trocknete als die beiden arbeiten konnten, verteilten sie den Glitter schließlich mit der Hand auf den Schachteln. „Nach ein paar Stunden war ein Flow drin, sodass wir doch alle an einem Tag fertig bekommen haben“, sagt Turrek, der vor Meyer-Landrut den Hut zieht. „Sie hat härter gearbeitet als alle Handwerker, die ich je gesehen habe.“

Vor diesem Tag habe die Sängerin noch nie eine Spraydose in der Hand gehabt. Doch das habe ihr so viel Spaß gemacht, dass sie die glitzernden Kartons noch mit aufgesprühten Songtexten verzierte. In einem Video in einer Instagram-Story sagt sie: „Es macht so krank bock. Ich sehe aus wie die wildeste Goldmarie der Erde.“ Später musste die Sängerin noch die Fanboxen signieren. Auch da habe sie reingehauen. „Wenn ich Autogrammkarten signiere, kann ich schon nach der 15. meinen Namen nicht mehr richtig schreiben“, sagt Turrek und lacht. Eine Anfrage unserer Redaktion beim Management von Lena Meyer-Landrut konnte die Sängerin aus Zeitgründen nicht beantworten. 

Schöne Zusammenarbeit

Dem 41-Jährigen habe die Zusammenarbeit mit der Sängerin – es war das erste gemeinsame Projekt der beiden – gefallen. „Wir haben uns super verstanden und uns gleich vertraut. Ich kann mir vorstellen, dass wir uns nochmal über den Weg laufen werden.“ 

Einen Teil der Kunstaktion nahm der Osnabrücker übrigens mit nach Hause: Am Ende hätten die beiden noch herumgealbert und mit den Kanonen durch die Gegend geschossen – und danach am ganzen Körper Goldstaub gehabt. „Ich habe meinen Vollbart nach der Aktion abrasiert“, sagt Turrek. „Aber Lena sah schlimmer aus.“



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