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Sören Schierbaum ist schon Vize-Europameister Zimmerer aus Melle will zur Berufs-WM

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Saubere Arbeit muss Sören Schierbaum auch bei der Berufsweltmeisterschaft im Oktober leisten. Foto: Egmont SeilerSaubere Arbeit muss Sören Schierbaum auch bei der Berufsweltmeisterschaft im Oktober leisten. Foto: Egmont Seiler

Osnabrück. Sören Schierbaum ist ein sachlicher und ruhiger Typ. „Alles, was ein Zimmerer braucht“, meint sein Ausbilder Werner Westendorf. Für den 21-jährigen Melleraner ist 2011 das Meisterjahr. Am 19. Mai legt er seinen letzten Teil der Meisterprüfung ab. Im Oktober will er in London Weltmeister der Zimmerer werden. Momentan büffelt er für seine Meisterprüfung und trainiert gleichzeitig für die Weltmeisterschaft.

Seit Anfang des Jahres bereitet sich Sören Schierbaum auf die Berufsweltmeisterschaft „World Skills“ vor. Bei der Zimmerer-Europameisterschaft 2010 im Oktober in Italien hat er mit der Nationalmannschaft den zweiten Platz in der Mannschaftswertung und den vierten Platz in der Einzelwertung belegt. Doch jetzt visiert Schierbaum neue Ziele an.

Bevor er das Ticket in die englische Hauptstadt lösen kann, muss der 21-Jährige noch einen Konkurrenten absägen. Zwar sieht er ihn nicht als solchen, sondern als Kollegen. Dennoch muss ein Wettkampf entscheiden, welcher der beiden Vize-Europameister zur WM fährt. Dafür müssen sie die Konstruktion eines Pavillons innerhalb von 22 Stunden auf die Beine stellen. „Die Tagesform entscheidet“, glaubt Schierbaum. Die Entscheidung fällt Ende Mai/Anfang Juni, wenn beide in Biberach gegeneinander antreten.

Bis dahin will Schierbaum seinen Meisterbrief in der Tasche haben. Drei Prüfungen hat er schon abgelegt. Am 19. Mai soll endgültig alles unter Dach und Fach sein. Momentan hat er wenig Freizeit. Aber das scheint ihm wenig auszumachen. Sein Ehrgeiz lässt keine Reue aufkommen. Deswegen hängt er sich auch voll in die Vorbereitungen für die WM, für die er in der Osnabrücker Handwerkskammer trainiert.

Als hätte Sören Schierbaum nicht schon genug zu tun, wurde er auch noch zum „Botschafter für das internationale Jahr der Wälder“ ernannt. „Das ist nur eine repräsentative Aufgabe“, sagt er mit seiner für ihn typischen Bescheidenheit. Dennoch haben er und seine Mannschaftskameraden aus dem Europa-Meisterschaftsteam Termine in ganz Deutschland, um als Fürsprecher für das Weltkulturerbe Wald aufzutreten. Denn ohne Holz, so lautet das Credo seines Amtes, hätten Sören Schierbaum und seine Kollegen nichts zu zimmern.


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