Noten, die Vergnügen machen Humor in den Kompositionen von Mozart und Haydn

Musiker des Osnabrücker Symphonieorchesters unter Leitung von Generalmusikdirektor Andreas Hotz präsentieren "Haydn und Mozart aufgeklärt" im Osnabrücker Schloss. Foto: David EbenerMusiker des Osnabrücker Symphonieorchesters unter Leitung von Generalmusikdirektor Andreas Hotz präsentieren "Haydn und Mozart aufgeklärt" im Osnabrücker Schloss. Foto: David Ebener

Osnabrück. Beim 2. Schlosskonzert in der Reihe "Haydn und Mozart aufgeklärt" durfte sogar gelacht werden.

Wie stets wirkten Musikwissenschaftler Stefan Hanheide von der Universität Osnabrück und die Osnabrücker Sinfoniker perfekt zusammen, wenn es darum ging, Finessen in den Partituren einem bewussten Hören zugänglich zu machen. 

Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart lebten in einer Zeit, so Hanheide, da die reine Instrumentalmusik Ihren Weg ins bürgerliche Kulturleben fand. Einem besseren Verständnis dienten die Beinahmen vieler  Sinfonien, so etwa "Die Uhr", "Der Bär" oder die "Jupiter" Sinfonie. Aber auch mit den Tönen selbst, versuchten die Komponisten zu überraschen, zu amüsieren, kurz, das Publikum aus gängigen Konventionen heraus zu locken. 

Hierzu finden sich in den Partituren beider Meistern plötzliche Generalpausen, Passagen des  harmonischen Stillstands, oder Verschiebungen der Taktschwerpunkte durch ungewöhnliche Betonungen von Zählzeiten. All das konnte tatsächlich mit Schmunzeln wahrgenommen werden, sowohl in der Sinfonie Nr. 21, A-Dur, KV  134 von Mozart, als auch in der Sinfonie Nr. 65, A-Dur, Hob 1:65 von Haydn. 

Das Orchester unter Leitung von Andreas Hotz steigerte sich von Satz zu Satz in Temperament und Transparenz des Klanges. Der erste Höhepunkt wurde beim Schluss der Mozart Sinfonie erreicht. Mit innerer Glut gelang schließlich die rhythmisch höchst differenzierte Wiedergabe des letzten Prestos von Haydn. 


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