Hunderttausende Euro Schaden Mutmaßlicher Brandstifter des Osnabrücker Nokta ab Montag vor Gericht

Noch immer geschlossen: das Nokta am Güterbahnhof. Archivfoto: Michael GründelNoch immer geschlossen: das Nokta am Güterbahnhof. Archivfoto: Michael Gründel

Osnabrück. Mehr als ein Jahr, nachdem es im Osnabrücker Restaurant Nokta gebrannt hatte, muss sich der mutmaßliche Brandstifter ab Montag vor dem Osnabrücker Amtsgericht verantworten.

In der Nacht vom 14. auf den 15. Januar vergangenen Jahres hatte es in dem Restaurant am Güterbahnhof gebrannt. Es entstand ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Euro. 

Anfang hatten die Ermittler gegen Nokta-Chef Sedat Müstak ermittelt. Ein Tippgeber hatte ihn belastet. Doch dann geriet eben jener Tippgeber selbst in Visier der Ermittler. Im Juni erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den 36-Jährigen.

Sedat Müstak. Archivfoto: Michael Gründel

Der Angeklagte soll durch ein Kellerfenster und eine dahinter liegende unverschlossene Notausgangstür in das Gebäude eingedrungen sein, heißt es in der Anklage. Mit einem Brandbeschleuniger soll er das Gebäude in Brand gesetzt haben. Rauch und Ruß richteten dabei einen größeren Schaden an als die Flammen selbst.

Das Nokta ist seither geschlossen. Müstak eröffnete am Domhof Ende Mai das Nokta am Theater.

Bei einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren. Diese kann das Gericht zur Bewährung aussetzen.


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