Frieden in all seinen Facetten Offene Ideenwerkstatt zum "KulturExtra" Frieden 2020 in Osnabrück

Von Christoph Beyer

Wie kann die Friedensstadt Osnabrück als solche erlebt werden? Dem geht eine Ideenwerkstatt nach. Foto: Archiv/Jörn MartensWie kann die Friedensstadt Osnabrück als solche erlebt werden? Dem geht eine Ideenwerkstatt nach. Foto: Archiv/Jörn Martens

Osnabrück. Was bedeutet es, in einer Friedensstadt zu leben und was macht Frieden konkret erfahr- und erlebbar? Fragen, die im Rahmen einer vom städtischen Fachbereich Kultur veranstalteten Ideenwerkstatt ausgiebig diskutiert werden sollen.

Mit zahlreichen Veranstaltungen wird die Stadt ihr für 2020 ausgerufenes "KulturExtra" zum Thema "Frieden" begehen. In Verbindung mit dem Jubiläum "375 Jahre westfälischer Frieden" 2023 ziele der Fachbereich Kultur darauf ab, ein neues Kulturformat zu etablieren, betonte Patricia Mersinger, Leiterin des Fachbereichs, bei der Vorstellung der Ideenwerkstatt im Osnabrücker Rathaus. Auf mehreren Ebenen darauf hinzuarbeiten, dass Osnabrück regional und überregional noch stärker wie bisher als Friedensstadt identifiziert wird, ist eines der erklärten Ziele der städtischen "Kulturstrategie 2020."  

"Wir fragen nach der Bedeutung des Friedensthemas für jeden einzelnen Osnabrücker Bürger," betonte Stadtrat Wolfgang Beckermann, der sich, wie auch Mersinger, eine möglichst breite Beteiligung bei der inhaltlichen Ausgestaltung der Friedensthemen wünscht. Die für jeden Interessierten offene Ideenwerkstatt gehe von der Frage aus, was getan werden müsse, um die Friedensstadt für den Bürger noch attraktiver und als solche erlebbarer zu machen. Erklärtes Ziel sei zudem die inhaltliche Planung rund um das Thema Frieden und Friedensstadt für die nächsten Jahre, zu der auch die Durchführung einer "Friedens-Trienale" zähle. Letztere soll entweder alle drei oder alle fünf Jahre stattfinden. Anke Bramlage, Leiterin des Projektbüros des Fachbereichs Kultur, wies darauf hin, dass auch Erfahrungen aus dem Jubiläumsjahr 1998 (350 Jahre westfälischer Frieden) bewertet und ggf. für künftige Planungen berücksichtigt würden.

Verschiedene Akteure einbinden

Noch stärker als "Friedensort" mit überregionaler Ausstrahlung soll sich in naher Zukunft das Museumsquartier entwickeln. "Ein Ort, der das Thema "Frieden" anschaulich und begreifbar machen und bei der Ideenwerkstatt auch eine wichtige Rolle spielen wird", so Bramlage. Auf das neue Format des 2020 erstmals stattfindenden und sich über einen längeren Zeitraum erstreckenden Friedensfestivals wies Katharina Opladen vom Büro für Friedenskultur hin. Auch dafür soll die Ideenwerkstatt Ansätze und Vorschläge liefern. zur "Wir möchten möglichst viele in den offenen Prozess mit einbinden und sind sehr gespannt, welche Akteure sich einbringen und neu zusammenfinden werden" führte Patricia Mersinger abschließend aus.

Die offene Ideenwerkstatt "Frieden" findet am 7. März 2019 um 17.30 Uhr in der Kath. Familienbildungsstätte Osnabrück statt. Anmeldungen sind bis zum 28.02. an das Projektbüro des Fachbereich Kultur unter 0541/323-4211 oder per Mail an bramlage@osnabrueck.de zu richten.


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