Seifenkistenrennen am 30. Mai 2019 VfL-Spieler Alexander Dercho begeistert von Fußballschuh-Seifenkisten

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VfL-Spieler Alexander Dercho war von der Arbeit der kleinen und großen Seifenkistenbauer so begeistert, dass er zugesagt hat, am Rennen im Mai teilzunehmen. Foto: Stadt Osnabrück/Simon VonsteinVfL-Spieler Alexander Dercho war von der Arbeit der kleinen und großen Seifenkistenbauer so begeistert, dass er zugesagt hat, am Rennen im Mai teilzunehmen. Foto: Stadt Osnabrück/Simon Vonstein

Osnabrück. Renntag ist zwar erst der 30. Mai, aber die Vorbereitungen auf das Seifenkistenrennen des Gemeinschaftszentrums Ziegenbrink laufen bereits auf Hochtouren. Seit November sägen, schrauben und malern Kinder und Jugendliche mit Hilfe von Eltern und Großeltern an ihren selbstentworfenen Boliden. Unter den Gefährten: ein Fußballschuh im VfL-Design, den sich jetzt VfL-Profi Alexander Dercho näher angesehen hat.

„Ich bin schwer begeistert und echt überrascht, dass die Kisten so toll aussehen“, sagte der 32-Jährige, der spontan in der VfL-Seifenkiste Platz nahm, die der achtjährige Finn gebaut hat. Nach einer kurzen Einweisung sauste der VfL-Profi sogar ein paar Meter den Hügel hinunter. Das gefiel ihm so gut, dass er versprach, im Mai am großen Rennen teilzunehmen. 

Ein Trikot für Finn

Auch Finn war begeistert. Leuchtende Augen bekam er, als Dercho ihm versprach, dass er ein Trikot vom ihm bekomme, mit dem er am Renntag um den Sieg fahren kann. Auch der Bitte, ein Autogramm auf der Kiste zu hinterlassen, kam Dercho gerne nach.

In jeder Seifenkiste stecken mehrere Wochen Arbeit. Nach den Entwürfen müssen die Tüftler das Fahrgestell auf einer Bodenplatte verankern, die Einzelteile der Karosse aussägen, sie verleimen, anschrauben und schließlich anmalen. Dabei diskutieren die Mädchen und Jungen mit den Erwachsenen über technische Probleme genauso wie über die Bedeutung von Accessoires, die die Fahrzeuge vielleicht nicht immer schneller, aber eindeutig schöner machen. 

Die besten Ideen kommen beim Bauen

„Letztlich entscheidet stets das Kind darüber, wie seine Seifenkiste aussehen soll“, sagt Burkhard Wagner, der die Bauaktion als pädagogischer Mitarbeiter des Gemeinschaftszentrums begleitet. „Viele Ideen entstehen auch erst während der Bauphase, wenn langsam zu erkennen ist, wie die Modelle sich entwickeln, welche Pläne umsetzbar sind oder welches Konzept die Bastler noch einmal verändern müssen.“ 

Wichtiges Thema ist beim Bauen die Sicherheit. Lenkung und Bremsen müssen einwandfrei funktionieren, werden getestet und – wenn nötig – nachjustiert. Immer dienstags, donnerstags und freitags wird in der Holzwerkstatt am Hauswörmannsweg 65 gearbeitet, immer an zwei bis drei Seifenkisten gleichzeitig. Sobald eine Kiste fertig ist, beginnen die Hobby-Mechaniker mit dem Bau der nächsten. „Noch ist die Liste der Interessenten nicht abgearbeitet“, sagt Andrea Krüßel, die Leiterin des Gemeinschaftszentrums. Allen, die auch Lust haben, einmal eine eigene Seifenkiste zu bauen und am Rennen teilzunehmen, gibt sie mit auf den Weg: „Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Die nächste Bauaktion beginnt im Herbst.“


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