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Häufig Mindestlohn unterschritten Osnabrücker Zoll stellt Unstimmigkeiten bei Paketdiensten fest

Symbolfoto: Hauptzollamt OsnabrückSymbolfoto: Hauptzollamt Osnabrück

Osnabrück. Das Hauptzollamt hat sich am 8. Februar mit 71 Beamten an einer bundesweiten Kontrolle von Kurier-, Express- und Paketdienstleistern beteiligt. Schwerpunkt war die Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung. Auch die Osnabrücker Zöllner stellten zahlreiche Unstimmigkeiten fest.

Die Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit der Standorte Osnabrück, Nordhorn und Lohne hatten Arbeitnehmer aus der Paket- und Kurierbranche befragt, teilte das Hauptzollamt Osnabrück am Mittwoch mit. In 50 Fällen hätten sich Unstimmigkeiten ergeben. 

In 31 Fällen gebe es Anhaltspunkte, dass die Unternehmen nicht den Mindestlohn zahlten. In einem weiteren Fall ermittelt der Zoll wegen des Verdachts des Sozialleistungsbetruges. In 16 Fällen vermutet die Behörde, dass Unternehmen gegen sozialversicherungsrechtliche Meldepflichten verstießen. In zwei weiteren Fällen wurden Ausländer ohne eine entsprechende Arbeitserlaubnis beschäftigt.

Die Kontrollen fanden im gesamten Amtsbezirk des Hauptzollamtes statt, unter anderem in Stadt und Landkreis Osnabrück, der Grafschaft Bentheim und Landkreis Vechta und Diepholz, sagt dessen Sprecher Christian Heyer auf Nachfrage. Die Beamten hätten Paketzentren angesteuert und auch Fahrer während der Arbeit kontrolliert.

Der Zoll führe nun weitere Prüfungen und Ermittlungen bei den beschuldigten Unternehmen durch, um die Fälle aufzuklären.


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