Brücken bauen mit Klassikern Samstag Unit-Party mit Techno-Classics im Osnabrücker Unikeller

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Runter vom Sofa und rein in die neue Party-Reihe „Unit“ geht es am Samstag für die DJs Ednick (links) und Bellestic im Unikeller. Das Artwork dazu liefert Katharina. Foto: Thomas WübkerRunter vom Sofa und rein in die neue Party-Reihe „Unit“ geht es am Samstag für die DJs Ednick (links) und Bellestic im Unikeller. Das Artwork dazu liefert Katharina. Foto: Thomas Wübker

Osnabrück. Techno-Classics spielen die DJs Ednick und Bellestic am Samstag im Unikeller. Auf ihrer ersten Party mit dem Titel „Unit“ wollen sie aber keine Oldie-Party für alt gewordene Raver anbieten.

Die Idee für die Unit-Party ist auf einer anderen Party entstanden. Ednick hat einige Jahre die Exit-Partyreihe in der Skate-Halle veranstaltet. Dort hatte er DJ Bellestic eingeladen, um Techno-Klassiker nach dem Prinzip „back to back“ zu spielen, also „Rücken an Rücken“. Die beiden DJs legten abwechselnd Platten auf und gaben sich quasi den Regler am Mischpult in die Hand. „Das ist eingeschlagen wie eine Bombe“, sagt Ednick. Also beschlossen beide, eine Party daraus zu machen.

Am Samstag wollen Ednick und Bellestic nun eine Brücke zwischen den Anfängen des Techno und der Jetztzeit bauen. Die beiden Osnabrücker DJs betonen, dass dabei nicht nur alte Sachen auf den Plattentellern liegen. „Ein Klassiker kann auch erst drei Jahre alt sein“, meint Ednick. Beide arbeiten nur mit Vinyl. „Das ist auch schön fürs Publikum. Da sehen die Leute, dass der DJ was macht“, sagt Bellestic. „Und der Vibe kommt auf Vinyl besser rüber“, ist Ednick überzeugt. So spielen sie den klassischen Detroit-Sound ebenso wie Acid- und Chicago-House, aber auch Musik aus dem neuen Jahrtausend.

DJ Ednick, der zu Hause auf den Namen Michael hört, hat die Anfänge des Technos selbst miterlebt. Der 47-Jährige hat 1989 angefangen, in Clubs zu gehen, und 1993 im Subway an der Pagenstecherstraße zum ersten Mal aufgelegt. „Seitdem war ich an jedem Wochenende irgendwo als DJ unterwegs“, sagt Ednick. In Osnabrück habe er in etlichen Clubs wie dem B4, dem Works, dem Cincinnati oder der Kleinen Freiheit sowie auf den Yeak-Raves in der Halle Gartlage aufgelegt. Außerdem spielte er im Index in Schüttorf, im Ruhrgebiet und, als Höhepunkt, 2002 auf der Loveparade in Berlin. 2007 war er Mitbegründer des mittlerweile eingestellten DJ-Kollektivs „Stammtisch mortale“.

Bellestic alias Benjamin hat 1993 zum ersten Mal Techno gehört. Der 36-Jährige hat jahrelang Acid und House gehört, ist aber 2009 bei der Reihe „Trust in Bass“ eingestiegen, wo er Drum ’n’ Bass und Dubstep spielt. „Da geht es um den Bass, den man fühlt“, erklärt er.

Aus diesen Hintergründen – und vor allem aus ihren umfangreichen Plattensammlungen – können Ednick und Bellestic bei der Unit-Party schöpfen. So sagt Ednick denn auch einen Satz, der vor 20 oder 30 Jahren noch undenkbar gewesen wäre: „Wir haben das Gefühl, dass die junge Generation Bock auf die Sounds hat, die ihre Eltern gehört haben.“

Die unit-Party im Unikeller beginnt am Samstag, 16. Februar 2019, um 23.59 Uhr. Eintritt: 5 Euro. Infos unter Telefon 0541/21698. Die nächste unit-Party ist übrigens am 13. April.


Was sonst noch läuft

Black Valentine, Neo Club, Fr., 15. 2., 23 Uhr: Am Tag nach dem Valentinstag bekommen Singles ein Freigetränk zum Ausgeben, und Pärchen zahlen nach Mitternacht nur für eine Person Eintritt. Dazu läuft Black Music.

Hausgemacht, Kleine Freiheit, Fr. 15. 2., 23 Uhr: Getreu dem Motto „Plattenteller statt Flaschenöffner“ legen Lars Stecken und Lasse Dennsen Indie, Rock und Hip Hop sowie in der Lounge K(afka) F und Crisby Jazz, Funk und Disco auf Vinyl auf.

90er Jahre Party, Rosenhof, Sa., 16. 2., 23 Uhr: Das 90er Jahre-DJ Team gibt Vollgas mit Blümchen, den Fantastischen Vier, Nirvana, Madonna, Prodigy, Scooter und vielen anderen.

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