CDU/BOB: Parkplätze wiederherstellen Die Parklet-Posse der Dielingerstraße geht in die nächste Runde

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Nach mehr als einem Jahr abgeschlossen: das Projekt zur Umwidmung zweier Parkplätze an der Dielingerstraße. Nun soll es wieder weg, fordern CDU und BOB. Foto: Jörg SandersNach mehr als einem Jahr abgeschlossen: das Projekt zur Umwidmung zweier Parkplätze an der Dielingerstraße. Nun soll es wieder weg, fordern CDU und BOB. Foto: Jörg Sanders

Osnabrück. Fast wäre sie schon in Vergessenheit geraten: Gerade erst fand die Parklet-Posse an der Dielingerstraße nach mehr als einem Jahr und rund 12.000 Euro ihr Ende, da bringen Bund Osnabrücker Bürger (BOB) und CDU sie wieder auf die Tagesordnung. Sie wollen die Parkplätze zurück.

Die CDU/BOB-Gruppe bringt am 21. Februar einen entsprechenden Antrag in den Stadtentwicklungsausschuss ein. Sie will die Sitzgelegenheit aus Holz entfernen lassen. Die Begründung: „Die Nutzungsfrequenzen des Parklets zeigen, dass das Parklet seiner eigentlichen Bestimmung an diesem Standort nicht gerecht wird“, schreiben Ralph Lübbe (BOB) und Anette Meyer zu Strohen (CDU) in ihrem Antrag.  Die eigentliche Bestimmung war die Schaffung von Aufenthaltsqualität gewesen.

Thema gerade erst zu den Akten gelegt

Erst im Oktober hatte die Posse ein Ende gefunden. Zwei Parkplätze wichen der hölzernen Sitzgelegenheit, drei Stelen sowie Fahrradbügeln. Vorausgegangen war dem Projekt von Mobile Zukunft von Stadt und Stadtwerken ein Ratsbeschluss im Mai 2017. Es folgten provisorisch aufgebaute Palettensofas, die nach und nach verwahrlosten und mutwillig beschädigt wurden, bis sie schließlich entfernt werden mussten

Die Übergangsphase mit den Palettensofas. Archivfoto: Jörg Sanders

Monatelang war die Fläche abgesperrt und blieb ungenutzt und wurde zum Politikum.

Lange Zeit wurde die Fläche gar nicht genutzt. Archivfoto: Michael Gründel

Im Herbst vergangenen Jahres wurde schließlich der jetzige Zustand hergestellt. Kostenpunkt: 12.300 Euro. Zusammen mit den drei Stelen sollen sie als Brückenschlag zum Felix-Nussbaum-Haus dienen. Das Design der Holzinstallation stammt von der Osnabrücker Designerin Nina Terhardt.

Foto: Jörg Sanders

CDU/BOB-Gruppe: Sitzmöbel soll umziehen

CDU und federführend BOB wollen nun, dass der Platz wieder für Kurzzeitparker zur Verfügung steht. Das Projekt sei eine „Geldverschwendung“, sagt Ralph Lübbe (BOB) im Gespräch mit unserer Redaktion. 5000 Euro jährlich würden der Stadt an Parkgebühren entgehen. Die Einnahmeausfälle seien schlichtweg zu hoch, um das zu rechtfertigen. Hinzu komme der Parkdruck in der City. Ohnehin werde die Sitzgelegenheit dort nicht genutzt.

Stadtwerke: Erst einmal den Sommer abwarten

Marco Hörmeyer, Sprecher der Stadtwerke Osnabrück, erinnert in diesem Zusammenhang: Das Parklet sei erst im Oktober installiert worden. „Über die Herbst- und Wintermonate wird das Parklet natürlich nicht so intensiv genutzt. Wir sind überzeugt, dass dies über die Frühlings- und Sommermonate anders sein wird.“ Folglich solle die Politik den Sommer abwarten und dem Parklet eine Chance geben, sagt er auf Anfrage unserer Redaktion.

Lübbe räumt zwar ein, dass eine solche Verweilmöglichkeit im Winter weniger genutzt werde, „doch auch die Palettensofas wurden schon nicht genutzt“. Davon unabhängig: „Die Leuchtturmfunktion können wir so nicht erkennen.“

BOB: Holzinstallation soll umziehen

Für die Holzinstallation soll nach dem Wunsch von BOB und CDU ein geeigneterer Ort gefunden werden. Denkbar wären dem Antrag von BOB und CDU zufolge Spielplätze, Grünflächen, Parks oder am Felix-Nussbaum-Haus. Lübbe konkretisiert: auf Grünflächen im Osten der Stadt, wo es mehr „weniger einladende Orte“ gebe als im Westen der Stadt, etwa im Bereich der Bremer oder Mindener Straße.

Hörmeyer spricht sich gegen einen neuen Standort aus. „Wir haben uns damals ganz bewusst für diesen Standort für das Parklet entschieden; zudem verfolgt das neue Parklet in seiner jetzigen Form auch einen künstlerischen Ansatz in Verbindung zum benachbarten Nussbaum-Haus.“


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