1500 Euro abgebucht Osnabrückerin fällt auf Internet-Betrüger rein

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Eine Osnabrückerin ist nach Angaben der Polizei jetzt Opfer eines angeblichen Microsoft-Mitarbeiters geworden, der sich letztlich als Betrüger entpuppte. Er hatte die Frau um 1500 Euro erleichtert. Symbolfoto: Michael GründelEine Osnabrückerin ist nach Angaben der Polizei jetzt Opfer eines angeblichen Microsoft-Mitarbeiters geworden, der sich letztlich als Betrüger entpuppte. Er hatte die Frau um 1500 Euro erleichtert. Symbolfoto: Michael Gründel

Osnabrück. Eine Osnabrückerin ist nach Angaben der Polizei jetzt Opfer eines angeblichen Microsoft-Mitarbeiters geworden, der sich letztlich als Betrüger entpuppte. Er hatte die Frau um 1500 Euro erleichtert.

Konkret hatte sich der Unbekannte einer mittlerweile durchaus bekannten Masche bedient, um an das Geld seines Opfers zu gelangen: Wie die Polizei mitteilt, wurde die 52-Jährige am vergangenen Freitag angerufen. Am anderen Ende Leitung gab sich der Gesprächspartner als Mitarbeiter des Software-Riesen Microsoft aus. Er machte die Frau auf einen angeblichen Befall ihres Computers mit einem sogenannten Trojaner aufmerksam. (Weiterlesen: Bahn-Account für Betrugsmasche gekapert)

Zugriff auf Online-Banking erlangt

Über mehrere Stunden erklärte der Anrufer der Osnabrückerin, wie sie das Problem durch das Eingeben bestimmter Zahlen lösen könnte. Während des Gesprächs erlangte der Betrüger so Zugriff auf das Online-Banking der 52-Jährigen. Vom Konto der Frau buchte er 1500 Euro ab.

Symbolfoto: Oliver Berg/dpa

Der Polizei ist die Vorgehensweise solcher Betrüger bekannt: Die angeblichen, häufig nur Englisch oder gebrochen Deutsch sprechenden Mircosoft-Mitarbeiter behaupten, dass der Computer des Angerufenen Fehler aufweise, von Viren befallen oder gehackt worden sei. Gegebenenfalls sei auch ein neues Sicherheitszertifikat notwendig – und deshalb bieten sie ihre Hilfe an. Dazu sollen die Opfer auf ihren Geräten eine Fernwartungssoftware, beispielsweise einen Team-Viewer herunterladen, damit das Problem gelöst werden kann. (Weiterlesen: Internetbetrüger mit neuer perfider Masche)

Gebühr für "Service-Leistung"

Das Problem: Die Betrüger erlangen damit vollen Zugriff auf den Computer ihrer Opfer und können so sensible Daten wie beispielsweise Passwörter für das Online-Banking ausspähen. Außerdem verlangen sie für ihre "Service-Leistung" eine Gebühr. In manchen Fällen überreden sie ihre Opfer auch, einen kostenpflichtigen Wartungsvertrag einzugehen. Im Falle einer Nichtzahlung drohen sie damit, den Rechner zu sperren.

Weiterlesen: Polizei warnt vor Betrug bei Wohnungsportalen im Internet

Laut Polizei nutzen die Betrüger während des Fernzugriffs das Online-Banking des Geschädigten oder fragen nach Kreditkartendaten. Unter den Vorwand, dass die Transaktion fehlgeschlagen sei, fordern sie eine nochmalige Zahlung oder den Zugriff auf weitere Zahlungsarten. 

Tipps der Polizei: So reagieren Sie richtig

Die Polizei Osnabrück weist darauf hin, bei solchen Anrufen wachsam zu sein und keinerlei privaten Daten wie Bankkonto- oder Kreditkartendaten sowie Zugangsdaten zu Kundenkonten (z.B. Paypal) herauszugeben. Auf keinen Fall sollten bei Aufforderung durch den unbekannten Anrufer Fernsteuerungssoftwares wie beispielsweise Team-Viewer Programme heruntergeladen werden, da der Anrufer dann kompletten Zugriff den betroffenen Computer hat. Seriöse Unternehmen wie Microsoft werden keinen unaufgeforderten Kontakt zu ihren Kunden aufnehmen. Meldet sich ein solcher Mitarbeiter ungebeten: Legen sie den Hörer einfach auf.

Weitere Informationen zum Thema Betrug oder Gefahren im Internet können gibt es auf der Internetseite www.polizei-beratung.de. Fragen beantwortet das Präventionsteam der Polizei Osnabrück unter Telefon 0541/327-2042.


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