Gymnasium „In der Wüste“ Osnabrücker Wüstenorchester spielte Disney-Klassiker

Ein großartiges Konzert spielten am Sonntag die „Vielharmonie“ Kirchlinteln und das Wüstenorchester. Foto: Dominik LappEin großartiges Konzert spielten am Sonntag die „Vielharmonie“ Kirchlinteln und das Wüstenorchester. Foto: Dominik Lapp

Osnabrück In der Aula des Gymnasiums „In der Wüste“ herrschte am Sonntagnachmittag eine geradezu magische Atmosphäre, als die „Vielharmonie“ Kirchlinteln und das schuleigene Wüstenorchester gemeinsam aufspielten. Rund 150 begeisterte Besucher ließen sich das Konzert nicht entgehen.

Das unter dem Peter-Pan-Motto „Never grow up“ (Englisch für „Werde nie erwachsen“) stehende Konzert war schon einmal im vergangenen November in Verden zu hören. Damals reiste das Wüstenorchester anlässlich des 90. Geburtstages der Comicfigur Micky Maus in die Kreisstadt an der Aller, wo die „Vielharmonie“ ein Heimspiel hatte. Nun kamen die Musiker aus Kirchlinteln zum Gegenbesuch nach Osnabrück.

Die 65 Akteure spielten gemeinsam ein anspruchsvolles Programm, bestehend aus Songs bekannter Disney-Filme. Unterstützt wurden die beiden Klangkörper von weiteren Instrumentalisten aus der Verdener Umgebung sowie ein Gesangsquartett.

Charmante Moderation

Bei der „Vielharmonie“ handelt es sich um ein reines Flötenorchester. Entsprechend speziell mussten alle Stücke arrangiert werden, was die Musikalische Leiterin Karen Düsterhöft übernommen hatte. Sie führte, unterstützt von Johanna Meyer und Pia Müller, die Musiker mit Verve durch den Abend. Aber auch Volker Fastenaus Dirigat des Wüstenorchesters ließ keine Wünsche offen.

Katharina Kroll führte als Moderatorin äußerst charmant durch den Nachmittag, indem sie zu jedem Musikstück eine Charakterbeschreibung vorlas, wie sie aus Freunde-Büchern bekannt sind. Gesanglich wusste Paula Römer mit ihrer gefühlvollen Stimme bei dem Titellied aus „Die Schöne und das Biest“, bei „Colors of the Wind“ aus „Pocahontas“ und ganz besonders bei „How far I’ll go“ aus „Vaina“ zu überzeugen.

Atemberaubende Interpretation

Die größte Überraschung aber lieferten Sandra Bysäth und Luisa Winkelmann mit ihrer atemberaubenden Interpretation des Songs „Let it go“ aus dem Film „Frozen“. Vor allem Bysäth schaffte es mit ihrer volltönenden, dunkel legierten Stimme, das Publikum zu einem wahren Begeisterungssturm hinzureißen. Im Quartett mit Justus Wahlers sangen die drei Damen außerdem noch ein hörenswertes Medley aus dem „König der Löwen“.

Herrlich interpretierte die Vielharmonie die Nummern „Everything I do, I do it for you“ aus „Robin Hood“ und „Under the Sea“ aus „Arielle“, nachdem das Wüstenorchester unter der Leitung von Volker Fastenau ein sehr stimmiges Medley aus „Mary Poppins“ gespielt hatte.

Große Spielfreude

Als einzige Musiknummer, die nicht einem Disney-Film entstammte, spielten die jungen Osnabrücker Musiker eine Suite aus Steven Spielbergs „Jurassic Park“. Dabei brillierte Pia Schmoll mit ihrem exzellenten Violinensolo. „Pia wird auch ihre Abiturprüfung auf der Violine ablegen“, erläuterte der Dirigent.

Lautstarken Applaus erhielten die beiden Orchester zudem für ihre Suite aus „Pirates of the Caribbean“, bei der sie mit großer Spielfreude zur Höchstform aufliefen. Das begeisterte Publikum erklatschte sich zum Schluss noch zwei Zugaben, bevor das Konzert nach zwei Stunden voller musikalischer Glanzpunkte zu Ende ging.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN