Internationaler Studentenwettbewerb Autonomes Modellauto der Hochschule Osnabrück auf Erfolgskurs

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Fährt von allein: Das autonome Modellauto Oscar-5 der Hochschule Osnabrück verwies beim Carolo-Cup 2019 internationale Konkurrenz aus China, Deutschland, Polen und der Schweiz auf die Plätze. Foto: Winfried Gehrke/Hochschule OsnabrückFährt von allein: Das autonome Modellauto Oscar-5 der Hochschule Osnabrück verwies beim Carolo-Cup 2019 internationale Konkurrenz aus China, Deutschland, Polen und der Schweiz auf die Plätze. Foto: Winfried Gehrke/Hochschule Osnabrück

Osnabrück. Sieg für Oscar: Bei einem internationalen Studentenwettbewerb für selbstfahrende Modellautos hat die Hochschule Osnabrück den ersten Platz in der Einsteigerklasse belegt. Ihr autonomer Flitzer ließ neun Teams aus vier Ländern hinter sich.

Autonomes Fahren ist eine der wichtigsten technischen Innovationen der vergangenen Jahre. Viele Autohersteller arbeiten heute an intelligenten Systemen, die das Fahren einfacher und sicherer machen sollen. Mit diesem Zukunftsthema befassen sich auch Studenten der Hochschule Osnabrück – und das mit großem Erfolg: Ihr selbstfahrendes Modellfahrzeug namens Oscar hat sich Anfang Februar beim diesjährigen Carolo-Cup-Wettbewerb der Technischen Universität Braunschweig gegen neun Teams aus China, Deutschland, Polen und der Schweiz durchgesetzt.



Fahren, parken, überholen

Wie die Hochschule berichtet, fuhr Oscar der Konkurrenz in der Einsteigerklasse davon: Sowohl bei der Präsentation des Konzepts vor einer 15-köpfigen Expertenjury als auch bei den beiden praktischen Disziplinen "autonomes Fahren und Parken" sowie "autonomes Fahren im Hindernisparcours" erreichten die Osnabrücker die beste Bewertung aller Teams. Am Ende standen 808 von 900 möglichen Punkten und der Gesamtsieg – versüßt mit 2000 Euro Preisgeld.

3000 Arbeitsstunden

Ein verdienter Lohn für ein engagiertes Team: 3000 Arbeitsstunden haben die sieben Studenten Simon Balzer, Dennis Buchberger, Marcel Flottmann, Malte Hillmann, Malte Hülsebus, Leander Nordmann und Simonas Simenas in ihre Entwicklung investiert. Finanziell unterstützt von der Hochschule und dem Autozulieferer ZF Friedrichshafen, versetzten sie Oscar gemeinsam in die Lage, Fahrspuren sicher zu erkennen, eigenständig zu lenken und je nach Verkehrssituation Gas geben oder bremsen. Zudem schaffte es das Modellauto, Parklücken zu erkennen und alleine ein- und auszuparken. Selbst Hindernisse auf der Fahrbahn stellten kein Problem dar: Oscar erkannte jede potenzielle Gefahr und führte gezielt Ausweich- oder Überholmanöver durch.  


So sehen Sieger aus: Das Team der Hochschule Osnabrück hat mit seinem autonomen Modellauto Oscar beim Carolo-Cup 2019 den ersten Preis in der Einsteigerklasse gewonnen. Foto: Winfried Gehrke/Hochschule Osnabrück


Jedes Jahr ein bisschen besser

"Nach dem dritten Platz 2018 haben wir unser Auto stark verbessert", resümiert Teammitglied Flottmann. Projektbetreuer Winfried Gehrke lobt: "Anders als bei vielen Konkurrenzteams wurden alle praktischen Aufgaben ganz ohne manuellen Eingriff absolviert. Das ist bemerkenswert!" 

Seit fünf Jahren lässt der Professor für Mikrorechnertechnik und Digitale Systeme immer neue Studenten der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik an dem autonomen Modellauto tüfteln. Indem die Gruppen ihr Wissen stets an die nächste weitergaben, sei es ihnen gelungen, die Leistung Jahr für Jahr zu steigern. Gehrke: 


"Als wir 2015 zum ersten Mal in Braunschweig teilnahmen, war das Ziel: Nur nicht Letzter werden! Dass wir eines Tages einen ersten Platz erreichen würden, dachte damals niemand – nicht einmal im Traum."


 

17 Teams mit über 230 Studenten haben sich mit selbstgebauten autonomen Modellfahrzeugen beim 12. Carolo-Cup der TU Braunschweig gemessen. Foto: Marisol Glasserman/TU Braunschweig




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