Aus vier wird eins Vier Gitarristen mit vier Stilen im Lutherhaus Osnabrück

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Vier Gitarrenstile verschmolzen zu einer Einheit im Lutherhaus zu Osnabrück. Foto: André HavergoVier Gitarrenstile verschmolzen zu einer Einheit im Lutherhaus zu Osnabrück. Foto: André Havergo

Osnabrück. Beeindruckend zeigte das Konzert Four Styles im Lutherhaus in Osnabrück, wie stilistisch grundverschiedene Musiker dennoch zusammenfinden können.

Nur ein Werk stellt jeder von ihnen solistisch vor. Ian Melrose, der Folk und Fingerstylist, zeigt im afrikanisch angehauchten "Washera" eingängige Harmonik zu nervöser Melodik unter nicht allzu forcierten Rhythmen. Jazzgitarrist Rüdiger Kraus wählt bei Michel Legrands "The Way That Makes Me Feel" ein Stück mit schönen Einzeltönen und weichen Übergängen zwischen den Themen. Flamenco-Spieler Nikos Tsiachris improvisiert zunächst fast jazzig, leitet dann aber unaufhaltsam in die Klangwelt des Flamenco über. Der Klassiker, Heiko Ossig, spielt den brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos. Das Kopfthema von "Choros Nr. 1" bringt er genießerisch verzögert, zeigt aber im übrigen kraftvolle Anschläge. 

Erstaunliche Kooperation

Die Einmaligkeit dieses Abends wird allerdings erst deutlich bei den Duo-, Trio- und Quartett-Nummern des Programms. Alle vier Solisten agieren hier erstaunlich kooperativ, wobei sie einzelne Facetten ihrer Stile  geschickt miteinander kombinieren. Bei "Storm In A Teacup" spielt Melrose virtuos eine irische Tin Whistle und Tsachris begleitet verblüffend ibero-keltisch auf der Flamenco Gitarre. Partnerschaftlich und sehr sensibel bringen Ossig und Krause "While My Guitar Gently Weeps" von George Harrison zum Klingen. 

Eine echte Verschmelzung als Quartett erreichen die vier bei Filmmusik-Themen aus dem Werk von Nino Rota. Je länger sie zusammenspielen, um so mehr werden sie "One Style". Von Stücken wie Henry Mancinis "Pink Panther" oder dem bekannten deutschen "Guten Abend, gut´ Nacht" kann das Publikum gar nicht genug kriegen. Nicht unwesentlich zum Gelingen trägt auch die Tätigkeit von Ingo Lohr am Mischpult bei. 

 


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