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Tarifverhandlungen Streik in Osnabrück – Am Montag Unterrichtsausfall an zwei Schulen

Meike Baars und PM

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In Osnabrück treten angestellte Lehrer und Schulerzieher in den Ausstand. An zwei Schulen muss deshalb Unterricht ausfallen. Foto: imago/Markus HeineIn Osnabrück treten angestellte Lehrer und Schulerzieher in den Ausstand. An zwei Schulen muss deshalb Unterricht ausfallen. Foto: imago/Markus Heine

Osnabrück. Am Montag legen in Niedersachsen viele angestellte Lehrer, Schulerzieher und -therapeuten die Arbeit nieder. Sie wollen den Druck aufs Land erhöhen und streiken für mehr Lohn. In Osnabrück fällt an zwei Schulen der Unterricht aus. Auch Lehrer anderer Schulen aus dem Landkreis beteiligen sich an dem Protest.

Niedersachsenweit treten am 11. Februar Angestellte an Schulen in den Ausstand, um ihren Forderungen bei den Tarifverhandlungen Nachdruck zu verleihen. In Osnabrück werden zwei Förderschulen besonders betroffen sein, wie der Kreisverband Stadt der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mitteilte. 

An der Montessorischule würden 29 Kollegen die Arbeit niederlegen. Dort müssten am Montag zehn Klassen zu Hause bleiben, weil eine Versorgung der Schüler nicht gesichert sei, heißt es in einem Schreiben der GEW-Kreisvorsitzenden Astrid Müller. Betroffen sei zudem die Anne-Frank-Schule, wo 25 Kollegen streiken wollen. Hier falle der Unterricht für sieben Klassen aus. Eine Notfallbetreuung der Schüler sei jedoch an beiden Schulen gesichert, sagte Müller unserer Redaktion. Die Eltern seien am Donnerstag schriftlich informiert worden.

Erzieher und Therapeuten im Ausstand

An den beiden Förderschulen arbeiten überwiegend angestellte Erzieher und Therapeuten, die streiken wollten, so Müller. Es beteiligten sich aber auch nicht verbeamtete Lehrer am Ausstand, die für eine deutliche Lohnerhöhung der Tarifbeschäftigten des Landes kämpfen.

Auch Schulen aus dem Landkreis beteiligen sich an dem Streik: Laut GEW werden Mitarbeiter der Wiehengebirgsschule in Melle, der Herman-Nohl-Schule in Osnabrück und der Astrid-Lindgren-Schule in Bohmte an diesem Montag nach Osnabrück kommen, wo ab 8 Uhr in der Lagerhalle ein Streikcafé eingerichtet ist. 

Für 11 Uhr ist am Nikolaiort eine Kundgebung angekündigt. Die Kreisvorsitzende der GEW rechnet mit 60 bis 80 Teilnehmern.

Gespräche vertagt

In der zweiten Verhandlungsrunde zum Tarifvertrag der Länder war in den vergangenen Tagen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften kein Ergebnis erzielt worden. Die Verhandlungspartner vertagten Gespräche auf den 28. Februar. 

Die GEW Niedersachsen rief pädagogische und therapeutische Fachkräfte, Schulsozialarbeiter und tarifbeschäftige Lehrer am 11. Februar zu Warnstreiks auf. Betroffen sollen neben Osnabrück Schulen unter anderem in Braunschweig, Wolfsburg, Nienburg, Hannover, Osterode, Göttingen und Stade sein. In Hannover gibt es am Nachmittag eine zentrale Kundgebung. 

Die Gewerkschaften fordern in den Tarifverhandlungen sechs Prozent mehr Lohn. Mindestens solle es 200 Euro mehr in allen Entgeltgruppen und -stufen geben. Für Auszubildende und Praktikanten werden 100 Euro mehr monatlich gefordert.


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