Sarkasmus mit der Echse Michael Hatzius mit „Echsoterik“ in der Lagerhalle in Osnabrück

Sein neues Programm „Echsoterik“ zeigt Puppenspieler Michael Hatzius am Samstag in Osnabrück. Foto: Christine FiedlerSein neues Programm „Echsoterik“ zeigt Puppenspieler Michael Hatzius am Samstag in Osnabrück. Foto: Christine Fiedler

Osnabrück. Seit zehn Jahren sind Michael Hatzius und die Echse ein Paar – zumindest auf der Bühne. Am Samstag, 16. Februar, zeigen sie ihr neues Programm „Echsoterik“ in der Lagerhalle in Osnabrück.

Michael Hatzius wurde 1982 in Ost-Berlin geboren. Seine Ausbildung zum Puppenspieler absolvierte er an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin, wo auch René Marik und Rainald Grebe ausgebildet wurden.

Hatzius arbeitete als Puppen- und Schauspieler am Schauspiel Hannover, am Theater an der Parkaue – Junges Staatstheater Berlin, am Deutschen Nationaltheater Weimar sowie an anderen Bühnen und er gründete die freie Gruppe Theater Urknall. Seit 2009 ist er mit der Echse unterwegs.

Deutscher Kabarettpreis

Die Auszeichnungen ließen nicht lange auf sich warten. 2010 erhielt er den „Förderpreis für besonders innovative Aufführungen“ im Rahmen des 34. Internationalen Comedy Arts Festival Moers, 2012 war er Gewinner des Jurypreises Prix Pantheon und ein Jahr später erhielt er den Deutschen Kabarettpreis.

„Echsoterik“ ist das dritte Solo-Programm von Michael Hatzius. Die über 3000 Jahre alte Echse hat natürlich wieder die Hauptrolle übernommen. Mit sonorer Stimme plaudernd und dabei an der Zigarre schmauchend spricht sie mit beißendem Sarkasmus und ausgeprägtem Machismos über den irrwitzigen Alltag aus Sicht einer Echse. Michael Hatzius verschwindet im Laufe der Show komplett hinter dem Reptil. Der Puppenspieler hat allerdings selbst, ganz am Anfang seines Programms einen Auftritt in einem Kostüm, das hier nicht verraten werden soll.

Großes Entenvergnügen

Neben der Echse gehören auch Plastikenten zum Programm. Was Hatzius anhand der gelben Gummienten für eine „Gesellschaftskritik auf die Bühne brachte, war schon ganz große Kunst“, schrieb der Kritiker der Westfälischen Nachrichten nach einem Auftritt des Puppenspielers in Telgte im November 2018. „Da traf man die Kanzlerin ebenso wie den amerikanischen Präsidenten, zwei Protestpunks aus dem Osten sowie die Todesente und ihren kirchlichen Gegenpart in Form einer Nonne. Wenn dann noch die fünf großen Horoskop-Enten der Besucherin aus der vierten Reihe die Zukunft vorhersagten, war das Vergnügen des begeisterten Publikums komplett“, hieß es weiter.

Auch in Osnabrück dürfen sich die Besucher von „Echsoterik“ darauf freuen, die besondere Aufmerksamkeit des Reptils zu genießen, denn „Eure Echszellenz stellt vor allem die Zuschauer in den Mittelpunkt der Betrachtung, und so kann man sich auf echsquisite Improvisationen freuen“, lässt Michael Hatzius verlautbaren.

Michael Hatzius, Lagerhalle, Osnabrück, Sa., 16. 2., 20 Uhr, Eintritt: 23,20 Euro. Karten erhältlich unter www.deinticket.de oder Tel. 0541/7607780 oder 338740.




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