200.000 Euro im Fördertopf Hochschule Osnabrück belohnt gesellschaftliches Engagement

"Wir sind mittendrin": Die Hochschule Osnabrück will durch eine finanzielle Förderung sozialer Projekte von Studenten, Dozenten und Mitarbeitern ihrer gesellschaftlichen Verantwortung besser gerecht werden. Unser Bild stammt von der Erstsemester-Begrüßung am Campus Westerberg im September 2016. Foto: David Ebener"Wir sind mittendrin": Die Hochschule Osnabrück will durch eine finanzielle Förderung sozialer Projekte von Studenten, Dozenten und Mitarbeitern ihrer gesellschaftlichen Verantwortung besser gerecht werden. Unser Bild stammt von der Erstsemester-Begrüßung am Campus Westerberg im September 2016. Foto: David Ebener

Osnabrück. Die Hochschule Osnabrück will Studenten und Mitarbeiter, die sich für das Wohl der Allgemeinheit einsetzen, finanziell stärker unterstützen. Dazu stellt sie insgesamt 200.000 Euro an Fördermitteln bereit.

Forschung und Lehre sei nicht alles, was die Hochschule Osnabrück ausmacht, erklärte Vizepräsident Thomas Steinkamp bei der Vorstellung des neuen Finanzierungspools. Als Teil der Gesellschaft ("Wir sind mittendrin") habe sie auch eine besondere Verantwortung gegenüber den Bürgern. Der Fördertopf "Gesellschaftliches Engagement" soll helfen, intern ein größeres Bewusstsein dafür zu schaffen. 

Unbürokratisch und schnell

Insgesamt stehen in den nächsten vier Jahren 200.000 Euro zur Verfügung. Die Mittel seien unbürokratisch und schnell zu beantragen und sollen laut Vergaberichtlinie eingesetzt werden, "um gesellschaftsbezogene Aktivitäten von Hochschulmitgliedern und -angehörigen zu initiieren, zu ermöglichen, zu fördern, sichtbar zu machen und in das Hochschulleben zu integrieren". 

Konkret heißt das, es sollen zum Beispiel vermehrt öffentliche Vorträge und Podiumsdiskussionen zu aktuellen, gesellschaftlich bedeutsamen Themen wie Tierwohl oder Digitalisierung stattfinden. Unterschiedliche Gruppen und Meinungen könnten dann zusammentreffen – wobei Studenten "ihr Fachwissen in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen" sollen, wie der Vizepräsident fordert.

Vorbildliche Projekte von Studenten

"Wir wollen die Studierenden auch dazu ermuntern, eigene Projekte auf die Beine zu stellen", so Steinkamp weiter. Vorbildlich seien etwa die studentische Initiative Neo (Nachhaltiges Engagement Osnabrück), bekannt für ihre "konsumkritischen Stadtführungen" und Workshops zu umweltfreundlichem Verhalten, darüber hinaus der von Studenten betriebene Gemeinschaftsgarten "Allmende Blumenmorgen" am Campus Haste sowie die ebenfalls von Osnabrücker Hochschulstudentinnen entwickelte Internet-Plattform "Connact Global", die Touristen und Einheimische weltweit miteinander vernetzt und auf diese Weise sozialen und kulturellen Austausch im Ausland unterstützt. 

Stellten den Finanzierungspool "Gesellschaftliches Engagement" vor: (von links) Christian Müller, Hochschul-Vizepräsident Thomas Steinkamp und Marek Löhr. Foto: Julia Schächtele



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