Sitzung des Bildungsausschusses Osnabrücker Kreispolitiker wollen mehr Geld für Sportförderung

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Dass der Landkreis Osnabrück die Sportvereine in der Region unterstützen möchte, war in der Sitzung des Sportausschusses des Kreistages unstrittig, nur über die Summe waren sich die Fraktionen uneins. Foto: Manfred MrugallaDass der Landkreis Osnabrück die Sportvereine in der Region unterstützen möchte, war in der Sitzung des Sportausschusses des Kreistages unstrittig, nur über die Summe waren sich die Fraktionen uneins. Foto: Manfred Mrugalla

Osnabrück. Die meisten Parteien im Kreis wollen erneut die Sportvereine in der Region unterstützen. Deutlich wurde das im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport.

Kurz vor dem Haushaltsbeschluss im Kreistag reichten die zwei Mehrheitsgruppen einen zusätzlichen Antrag auf Sportförderung ein. Nicht mit dabei waren Grüne, Linke und die AfD. Für die CDU-FDP-CDW-Gruppe begründete Christoph Ruthemeyer (CDU) den Antrag. Mit dem Kreissportbund habe man sich mehrfach getroffen und die gemeinsam entwickelten Ideen in sechs sogenannte Module eingearbeitet. 190.000 Euro seien für die Unterstützung der Vereine vorgesehen.

FSJler-Förderung im Sportbereich einmalig

Gänzlich neu sind die Treffen der Parteien mit den Sportlern im Kreis und deren zusätzliche Förderung nicht. Entwickelt hat sich über die Jahre seit 2011 aber auch Einmaliges, sagte Ruthemeyer. So sei der Landkreis Osnabrück niedersachsenweit der Einzige, der im Rahmen der Sportunterstützung ein Mehr von Stellen im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) möglich mache. Von ursprünglich 20 FSJlern gebe es derzeit 52, die in den über 300 Sportvereinen des Kreises arbeiteten. So mache man bei den jungen Leuten Werbung für das Ehrenamt, zeigte sich Ruthemeyer überzeugt.

Büro des Sports geplant

Auch mit einem neuen Modul könne man demnächst Schule machen. Dabei geht es auch um die Existenzsicherung kleiner Vereine, erläuterte Ruthemeyer. Anfangen will man in Georgsmarienhütte. Geplant ist sogenanntes Büro für den Sport mit drei Mitarbeitern auf 450-Euro-Basis, die Vereine etwa in Fragen der Führung, Finanzen und Kooperationen beraten.

SPD: Sportförderung spart künftige Sozialausgaben

Für die SPD-UWG-Gruppe begründete Erwin Schröder (SPD) den Antrag. „Sportförderung hat auch eine präventive und soziale Funktion, das wird häufig verkannt.“ Die zusätzlichen 190000 Euro für ein Sportförderprogramm sind daher gewinnbringend angelegt, meinte Schröder. „Durch die präventive Arbeit, die eine Sportverein leiste, werden künftige Beträge, die möglicherweise für soziale Arbeit ausgegeben werden müssen, eingespart.“

Anna Kebschull (Grüne) beantragte für ihre Partei eine Verstetigung dieser Sportförderung in Höhe von 160000 Euro pro Jahr. „Über eventuelle Ergänzungen kann man ja in jedem Jahr neu sprechen.“

Verwirrspiel

Über diesen Antrag wurde in der jüngsten Ausschusssitzung zuerst abgestimmt. Mit seltsam anmutendem Ergebnis. Während die SPD-UWG-Gruppe sowie die Grünen und andere dem Kebschull-Antrag zustimmten, enthielten sich die CDU-FDP-CDW-Gruppe. Christoph Ruthemeyer erklärte das Verwirrspiel nach der Sitzung mit dem Argument, dass man lieber mit dem Kreissportbund rede und konkreten Bedarf ermittle, statt pauschal eine feste Summe einzustellen. „Schließlich kann die Zusatzförderung ja auch einmal unter den 160000 Euro liegen.“

Der Antrag wurde letztlich mit acht Stimmen und sieben Enthaltungen angenommen. Anträge kurz vor der Verabschiedung des Haushaltes einzureichen, gehört zum Alltag im Kreisparlament, erklärte Ausschusschef Frank Stiller (SPD). Als genehmigt gelten solche Anträge gleichwohl nicht. Auch sie müssen wegen der zusätzlich verlangten Euros erst noch den Finanz- und Kreisausschuss passieren.


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