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Aktion des Mentorenprogramms „Mogli und Balu“ gehen in Osnabrück aufs Eis

Von Niklas Kuschkowitz

Mit „Balu und Du“ ins Eissportcenter an der Vehrter Landstraße – die Tandems aus Erwachsenen und Grundschulkindern hatten sichtlich Spaß. Foto: David EbenerMit „Balu und Du“ ins Eissportcenter an der Vehrter Landstraße – die Tandems aus Erwachsenen und Grundschulkindern hatten sichtlich Spaß. Foto: David Ebener

Osnabrück. Rund 50 „Balu und Mogli“-Duos aus je einem jungen Erwachsenen und einem Grundschulkind haben sich jetzt zum Schlittschuhlaufen getroffen: Bereits zum neunten Mal fand im Osnabrücker Eissportcenter an der Vehrter Landstraße die Veranstaltung „Mogli und Balu on ice“ statt.

In der Mittagszeit wird im Eissportcenter eigentlich Pause gemacht. Jetzt aber bewegten sich zwischen 12.30 und 14.30 Uhr etwa 100 junge Menschen über das Eis. Dazu eingeladen hatten die Koordinatoren des Mentorenprogramms „Balu und Du“. Junge Erwachsene erklären sich darin ehrenamtlich dazu bereit, im Zeitraum von einem Jahr wöchentlich Zeit mit einem Grundschulkind zu verbringen. Von der ehemaligen Osnabrücker Universitätsprofessorin Hildegard Müller-Kohlenberg gegründet, wird das Programm mittlerweile bundesweit durchgeführt. Die jährlich in den Zeugnisferien stattfindende Eislauf-Aktion gibt es seit 2011.

Foto: David Ebener


„Häufig bleibt es nicht bei dem einen Jahr“, erklärte Nina Schomborg über die Verbindung der „Balus“ und „Moglis“. Sie ist eine der drei Koordinatorinnen der Universität Osnabrück, die das Projekt begleiten und den Mentoren in Seminaren theoretische Grundlagen mit auf den Weg geben. Über die wöchentlichen Treffen berichten die „Balus“, wie die Paten in Anlehnung an den Bären aus dem „Dschungelbuch“ genannt werden, in einem Online-Tagebuch. Besonders beliebt seien bei den „Moglis“ Unternehmungen, bei denen sie die ungeteilte Aufmerksamkeit bekommen. „Dann ist ein Waldspaziergang auf einmal cooler als ein Kinobesuch.“

Foto: David Ebener


Dass nicht nur die Kinder von der Patenschaft profitieren, machte Schomborg ebenfalls deutlich: „Wir stellen den Kontakt zwischen dem Mentoren und dem Kind her. Natürlich haben wir nichts dagegen, wenn daraus eine langfristige Freundschaft entsteht.“ In den Seminaren zeige sich der „Wunsch nach einem Stammtisch der ‚Balus‘“, da die „erfahrenen den neuen Tipps geben und sich austauschen“ möchten.

Foto: David Ebener


Seit 2018 wird das Projekt von der Deutschen Postcode-Lotterie mit 14000 Euro unterstützt. Für das diesjährige Schlittschuhlaufen war deren Pressevertreterin Sabine Haeßler extra aus Düsseldorf angereist. Sie habe sich sehr darauf gefreut, selbst aufs Eis zu steigen und ein paar Bahnen zu laufen. „Balu und Du“ bezeichnete sie als „perfekte Projektreihe“. Die „nachhaltige Förderung“ sei das, was den Verein auszeichne.

Foto: David Ebener


Schomborg schwärmte von der finanziellen Unterstützung der Soziallotterie: „Mit dem Geld konnten wir Material anschaffen, das die Kinder nutzen können. Zum Beispiel ist durch die neu angeschafften Fahrräder jetzt ein Verkehrstraining möglich.“

Eine prominente Botschafterin der Deutschen Postcode-Lotterie ist übrigens die ehemalige Eiskunstläuferin Katarina Witt. „Vielleicht kann ich sie ja beim nächsten Mal mitbringen“, stellte Haeßler in Aussicht – allerdings zunächst einmal völlig unverbindlich.


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