Flüchtlingspolitik Menschenkette in Osnabrücker Innenstadt für Familiennachzug

Mit einer Menschenkette demonstrierten Osnabrücker am Samstag in der Innenstadt für Verbesserungen beim Familiennachzug für Flüchtlinge. Foto: Karsten FreiMit einer Menschenkette demonstrierten Osnabrücker am Samstag in der Innenstadt für Verbesserungen beim Familiennachzug für Flüchtlinge. Foto: Karsten Frei

Osnabrück. Hunderte Menschen haben am Samstagmittag mit einer Menschenkette durch die Osnabrücker Innenstadt für Verbesserungen beim Familiennachzug für Flüchtlinge demonstriert.

Die beteiligten Organisationen wie auch der Migrationsbeirat wollen nach eigenen Angaben mit der Menschenkette unter dem Motto „Hand in Hand für Familiennachzug und Grundrechte“ auf die   vielen Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus hinweisen, die durch das Aussetzen und die Kontingentierung des Familiennachzugs von ihren Angehörigen getrennt sind.

Dazu trafen sich die Teilnehmer am Samstag um 13 Uhr am Neumarkt vor dem H&M. In Redebeiträgen machten Flüchtlinge deutlich, wie sehr sie die Trennung von ihren Angehörigen belastet. Sprecher der Organisationen bezeichneten in ihren Ansprachen die vor einem Jahr gefassten Beschlüsse der Bundesregierung zum Familiennachzug als "familienfeindlich" und kritisierten, dass das komplizierte Prüf- und Verwaltungsverfahren dazu führe, das die aktuellen Kontingente für den Familiennachzug (1000 pro Monat seit Januar 2019) nicht ausgeschöpft werden könnten. Anschließend bewegte sich die mehrere Hundert Meter lange Menschenkette durch die Innenstadt.

Aufgerufen zu der Aktion hatte ein breites Bündnis von Osnabrücker Organisationen, unter anderem die Arbeiterwohlfahrt (AWO),der Caritasverband für Stadt und Landkreis, die Diakonie und der Kinderschutzbund. Das Bündnis hatte bereits im Dezember in einem offenen Brief den ihrer Ansicht nach stockenden Familiennachzug für Flüchtlinge kritisiert.


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