Osnabrücker Karneval 2019 Super Stimmung bei der Damensitzung der Königsfelder Karnevalisten

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Nummern-Boy Apollo präsentierte die einzelnen Gänge des närrischen Menüs. Foto: Jörn MartensNummern-Boy Apollo präsentierte die einzelnen Gänge des närrischen Menüs. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Die Königsfelder Karnevalisten verstehen es, Stimmung zu machen. Das bewiesen die unter dem Dach des Osnabrücker Schützenvereins Lüstringen organisierten Narren nun einmal mehr bei ihrer Damensitzung im Gasthaus Thies in Hasbergen. Neben bewährten Unterhaltungskünstlern brachte ein neuer Programmpunkt das Publikum besonders in Fahrt: Nummern-Boy Apollo.

Mehr als 160 Damen mit Glitzerschmuck und bunten Hütchen genossen neben Kaffee und Kuchen das pralle Programm, das ihnen drei Stunden bunte Unterhaltung bot. Pünktlich um 16.11 Uhr marschierte der Elferrat ein und Karnevalspräsident Manfred Helm durfte die Sitzung eröffnen, bevor er an Sitzungspräsidentin Christel Wendte übergab. Im eleganten weißen Cut und mit kecker roter Blume im Haar kündigte sie den traditionellen ersten Programmpunkt an, den Mariechentanz, präsentiert von Funkenmariechen Elisa von der Tanzsportgarde Bad Essen.

Danach hatten die Herren des Elferrats erst mal nichts mehr zu melden, sondern mussten einiges schlucken – vor allem von „Herta“ alias Angelika Gausmann aus Mettingen. Die wackelte im schwarzen Sonntagskostümchen, ganz schick mit Topfhut und bestickter Handtasche auf die Bühne und gab Szenen aus ihrer Ehe mit Göttergatte Ambrosius preis, laut Herta ihr "Altargeschenk". Ihr Tipp: Die Methoden des bekannten "Hundeflüsterers" funktionieren auch bei Ehemännern gut...

Bei ihr haben Männer nicht viel zu lachen: Herta aus Mettingen (Angelika Gausmann). Foto: Jörn Martens


Auch wenn die Männerwelt bei Herta nie gut wegkommt – Nummern-Boy Apollo konnte sich des Beifalls der holden Weiblichkeit sicher sein. Apollo hatte die Aufgabe, jeden neuen Programmpunkt mit der passenden Nummer anzuzeigen. Und dabei präsentierte der durchtrainierte junge Mann mit dem Dreitagebart bei jedem Mal ein wenig mehr Sixpack und Bizeps. „Nein, er darf nicht unsittlich berührt werden! Ja, ihr dürft ihm Trinkgeld zustecken, aber ganz vorsichtig!“ – diese Verhaltensregeln hatte Christel Wendte ihren Damen vor seinem ersten Auftritt mitgegeben. Und obwohl Apollo da noch ganz brav im schwarzen Anzug daherkam, traf er schon auf ein begeistert johlendes Publikum. Noch mehr Beifall war ihm sicher, als er beim nächsten Mal in der knallengen schwarzen Hose einer Polizei-Uniform und zu den Klängen von „Mustang Sally“ auf die Bühne stieg, passend eingespielt von DJ Jörg Herzog. Insgesamt neun Nummern kündigte Apollo an – und brachte die Luft im Saal mit jedem weiteren Auftritt etwas mehr zum Kochen.

Bei der Damensitzung der Königsfelder Karnevalisten im Gasthaus Thies zeigten die Frauen auch mal ihre Krallen. Foto: Jörn Martens


Natürlich gab es aber auch traditionelle karnevalistische Einlagen – wie die Gardetänze der Tanzsportgarde Bad Essen und der „Bergfunken“ von der Karnevalsgesellschaft Dickenberg bei Ibbenbüren. Die Bad Essener brachten das jüngste Gardemitglied auf die Bühne, den erst sechsjährigen Alexander, der aber schon seit zwei Jahren mittanzt. Nachwuchsprobleme gebe es bei ihnen nicht, versicherte Trainerin Sandra Henrichvark.

Guten Draht zum Publikum hatten auch die weiteren Künstler – wie Alfons Abeln, die „Sauerländer Kultfigur“ Änne aus Dröpplingsen, Wolfgang Ku oder die Geschwister Dust. Die drei Damen aus Lingen, die seit vielen Jahren im Osnabrücker Karneval aktiv sind, animierten mit altbekannten Schlagermelodien zum Mitsingen. Gerade bei den Königsfelder Karnevalisten sind sie immer wieder gerne dabei, versicherten die Dusts, denn: „Den besten Karneval der Welt feiern die von Königsfeld!“


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